Schmuckmuseum Pforzheim: “Schöne Aussichten? Landschaft im Schmuck”


Zahlreiche mit Landschaften verzierte Schmuckstücke stellen den Facettenreichtum des künstlerischen Landschaftsbegriffs so eindrucksvoll dar, dass sie den Betrachter von der Subjektivität der Weltwahrnehmung überzeugen.

Die Darstellung von Landschaften hat in der bildenden Kunst Tradition, auch wenn sie sich als Sujet erst gegen vermeintlich gewichtigere Bildthemen durchzusetzen hatte. Sie reicht vom 8. Jahrhundert mit Naturdarstellungen in der ostasiatischen Kunst, bis hin zur modernen fotografischen Darstellung brachliegender Industrielandschaften.

Auch wenn die Darstellung der Landschaften unterschiedliche Formen annimmt, diese haben alle etwas gemeinsam: Sie zeigen einen Ausschnitt der Realität, in dem der Künstler die Rolle des Einzelnen in der natürlichen Ordnung reflektiert. So entstehen subjektive, teils utopische, teils kritische Abbilder der erlebten Wirklichkeit, welchen der Betrachter wiederum durch seine eigene Perspektive Bedeutung verleiht.

Zeitgleich mit dem Schmuckmuseum erkundet die Ausstellung "Ansichtssache Landschaft" im Kunstverein Pforzheim gegenwärtige – ausschnitthaftige und symbolische – Interpretationen von Landschaften in Form von Zeichnungen, Skulpturen und Installationen.

Weitere Informationen:
a href=https://www.stadt-pforzheim.de target=_blank>www.stadt-pforzheim.de

Bildtext: Kirsten Haydon: Brosche „Ice Airfield“, Email, Fototransfer, reflektierende Glasperlen, Kupfer, Silber, Stahl, Kirsten Haydon, Australien, 2008. Im Besitz der Künstlerin, Foto Jeremy Dillon