Stiftung Leuchtenburg: „Silber“ und „Bronze“ für Weißen Gutedel


Zum einen ist es die aktuelle Ausstellung „Weißes Gold vom Meeresgrund – die Wanli Expedition“. Zum anderen sind es Weine aus den eigenen Weinbergen – beides faszinierend für Besucher und Kenner edler Tropfen.

Ein Blick in die Geschichte zeigt: Seit dem 12. Jahrhundert ist der Weinbau im mittleren Saaletal schon nachweisbar. Im Mittelalter umfasste die Weinbaufläche im Gebiet von Saale und Unstrut etwa 10.000 ha, heute sind nur noch ca. 700 ha verblieben.

Seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ging der Weinbau an der Saale zurück. Bis 1875 waren aber der Berg unterhalb der Leuchtenburg sowie der Dohlenstein noch mit Rebkulturen bepflanzt. Der Mehltau- und Reblausbefall um 1880 vernichtete allerdings alles restlos.

Aus diesem Grund legte der Förderkreis Leuchtenburg im Jahre 2000 am Fuße der Burg einen Weinberg mit 2.000 Rebstöcken der Sorte Weißer Gutedel und Blauer Portugieser an. In diesem Weinberg ist ein Weinlehrpfad angelegt und wieder 35 der historischen Weinsorten aus der Region angebaut.

Keine wirtschaftlichen Kriterien haben den Weinberg entstehen lassen, sondern tatsächlich die Idee der lebendigen Geschichte. Das beweist etwa auch, dass die Mitglieder des Förderkreises ehrenamtlich am Wein arbeiten. Und das mit Erfolg! Denn kürzlich zeichneten der Weinbauverband Saale-Unstrut e. V. und der Markgräfler Wein e. V. den Weißen Gutedel der Leuchtenburg mit den Prädikaten „Silber“ und „Bronze“ aus. Mit der Begründung: „Sehr gute Qualität“ und „hervorragender Geschmack“.

„Es sind keine großen Mengen, die das Weingut Zahn aus unserem Weißen Gutedel keltert“, heißt es seitens der Leuchtenburg. Exklusivität pur, denn es entstehen lediglich etwa 700 Flaschen jährlich.

Weinliebhaber können diese erlesenen Weinraritäten vor allem auf der Leuchtenburg selbst oder in der Touristinformation des Tourismusverbandes käuflich erwerben. Allerdings (möglichst) nicht ohne zuvor durch die Leuchtenburg zu schlendern und sich von den kulturellen Angeboten faszinieren zu lassen …

Weitere Informationen:
www.leuchtenburg.de

(Der Link wurde am 22.06.2012 getestet.)

Bildtext: Blick in den Museumsshop der Leuchtenburg. Foto: urbandreams