Menden: „47“: Ausstellung ehrt die Opfer der Hexenprozesse


Die Mendener Künstlerin Ulla Brockfeld hat sich für die Schau mit der Form des Schreins auseinandergesetzt. In der Tradition der Reliquienverehrung füllte sie die Behältnisse mit Materialien, die sich auf Schilderungen der Hexenprozesse beziehen, zum Beispiel Baumstücke, Haare, Federn und Spiegelglas.

Die Goldschmiedemeisterin Dagmar Müller gab diesen Fundstücken durch eine Bearbeitung mit Gold, Silber und Edelsteinen eine wertvolle Anmutung.

Die Ausstellung "47" will zur Aufarbeitung der Mendener Hexenprozesse im 17. Jahrhundert beitragen. Zu dieser Zeit wurden im Poenigeturm als Hexen und Zauberer angeklagte Menschen gefangen gehalten, um gefoltert und hingerichtet zu werden. Der Ausstellungstitel erinnert an die 47 noch erhaltenen „Hexenprotokolle“. Zur Eröffnung am 30. Juni 2012 wird aus den Akten vorgelesen.

Weitere Informationen:
www.menden.de

(Der Link wurde am 21.06.2012 getestet.)

Bildtext: Ausstellungsstück: Ein Schrein von Ulla Brockfeld und Dagmar Müller.