frauen museum wiesbaden: Malerei von Theresia Hebenstreit


Indem sie statt der gesamten Figuren nur die Köpfe erfasste, versuchte sie, den jungen Mädchen, die den damaligen Bildhauern Modell gesessen haben mögen, ihr „Gesicht“ zurück zu geben. Die Veränderungen, Verdichtungen und Hervorhebungen durch die Malerei verdeutlichen den Reiz und die Anmut dieser Gesichter, lösen aber auch Irritation aus, mitunter verstören sie sogar in ihrer Weltabgewandtheit und kontemplativen Innerlichkeit.

Mit ihrer Tochter hat sie dann in einem weiteren gemeinsamen künstlerischen Prozess die „Mutterbilder“ übermalt und verändert. In der damit dreifachen Umsetzung von plastischem Bildwerk in Fotografie und schließlich in Malerei haben drei, bzw. jetzt vier Kunstschaffende
„Hand angelegt“. In diesem Wechselspiel vermischt sich mittelalterliche Bildauffassung mit fotografischen Positionen der fünfziger Jahre und zeitgenössischen Standpunkten.
(Quelle: frauen museum wiesbaden)

Anlässlich der Finissage am Sonntag, 15. April 2012, wird Theresia Hebenstreit um 15.30 Uhr durch ihre Ausstellung führen.

Weitere Informationen:
www.frauenmuseum-wiesbaden.de

(Der Link wurde am 12.04.2012 getestet.)

Bildtext: Spanisch, 15. Jahrhundert