Cara Schweitzer: “Schrankenlose Freiheit für Hannah Höch”


Die Kunsthistorikerin und Theologin Cara Schweitzer hat der Collagekünstlerin ihr erstes Buch gewidmet mit dem Titel „Schrankenlose Freiheit für Hannah Höch“.

Wir lernen eine außergewöhnliche Frau kennen, deren Leben einem Strudel gleicht aus komplizierten Beziehungen zu Männern und Frauen, zu Ehemännern und Geliebten, dem Streben nach künstlerischer Anerkennung, psychischem und körperlichem Leiden, Hineingezogenwerden in politische, künstlerische und gesellschaftliche Umbrüche.

Hannah Höch lebte von 1889 bis 1978. Sie wächst wohlbehütet in einem geordneten Elternhaus in Gotha auf, doch sie will sich lieber „in Berlin zu Tode schuften,“ als einen Tag länger zuhause zu bleiben. Immerhin ist sie schon 22, als sie in einer privaten Berliner Kunstgewerbeschule eine Ausbildung beginnt.

Freie Kunst zu studieren stieß auf Widerstand der Eltern und in der repressiven Zeit des Wilhelminismus waren Künstlerinnen sowieso verdächtig. Doch ihr hohes künstlerisches Potential lässt sich nicht unterdrücken. Und dann kommt Dada, die verrückte Berliner Dada-Bewegung. Das Titelbild bringt es auf den Punkt: Hannah Höch mit einer Dada-Puppe. Einem Püppchen? Nein, einer Puppe mit spitzen Brüsten aus Perlen und einer enggeschnürten Taille …
Doris Losch

brikada-Bewertung: Hannah Höch – eine Frau im Dada-Karussell. Es lohnt sich, die mehr als 400 Seiten durchzuhalten. Auch hier: hinter der erfolgreichen Idee eines Mannes, steckt eine außergewöhnliche Frau!

Leserbewertung:
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Cara Schweitzer: „Schrankenlose Freiheit für Hannah Höch“, 32 Abbildungen, gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen, 26.90 Euro, ISBN 978 3 940731 64 7, erschienen im Osburg-Verlag, Berlin.

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