Themenjahr 2019 „Ziemlich gute Freunde. Frankreich und der deutsche Südwesten“ eröffnet

Auftaktveranstaltung zum Themenjahr 2019 im Schloss Rastatt. Im Bild v.l.n.r.: Gisela Splett (Staatssekretärin, Ministerium für Finanzen BW) und Catherine Veber (Generalkonsulin von Frankreich in Stuttgart) besichtigen die renovierte Schlosskirche. Pressefoto: ©Factum-a-weise/ssg

Rastatt. – Finanzstaatssekretärin Gisela Splett und die französische Generalkonsulin in Baden-Württemberg, Catherine Veber, haben am Sonntag (7. April) gemeinsam das Themenjahr der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg (SSG) eröffnet. Im Residenzschloss Rastatt gaben sie den Auftakt für rund 200 Veranstaltungen landesweit zum Motto „Ziemlich gute Freunde. Mit Schwert, Charme und Esprit: Frankreich und der deutsche Südwesten“.

„Schloss Rastatt ist ein besonderer Schauplatz vieler Ereignisse, die Deutschland und Frankreich verbinden“, sagte Splett. Zum Beispiel wurde im Schloss 1714 der Rastatter Frieden geschlossen, mit dem langjährige Kriege zwischen europäischen Großmächten beendet wurden. „Eine wichtige Aufgabe des Landes ist es, historisch wertvolle Monumente wie Schloss Rastatt zu erhalten und für kommende Generationen zu bewahren. Ein Besuch in den Schlössern und Klöstern führt uns zurück in die Historie. So wird auch die wechselvolle Geschichte der Nachbarn Deutschland und Frankreich erlebbar.“

Generalkonsulin Veber betonte: „Das Themenjahr ,Ziemlich gute Freunde’ ist eine wunderbare Gelegenheit, die gegenseitigen kulturellen und historischen Einflüsse Frankreichs und Süddeutschlands in den Blick zu nehmen und gerade nach der Unterzeichnung des Aachener Vertrags eine Vertiefung unserer Beziehung im Hinblick auf die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft anzustreben.“

Auftaktveranstaltung zum Themenjahr 2019 im Schloss Rastatt. Im Bild: Montgolfiére im Schlosshof. Pressefoto: © Factum-a-weise/ssg

Schloss Rastatt war im 18. Jahrhundert Residenz der Markgrafen. Es lag mitten in den Konfliktzonen zwischen den beiden Nachbarländern. Dennoch hatte sich Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden beim Schlossneubau etwa an der Idee von Versailles orientiert. 1714 wurde das Residenzschloss Schauplatz wichtiger Verhandlungen zum Rastatter Frieden. Und nach dem Zweiten Weltkrieg richtete die französische Militärverwaltung im Rastatter Schloss das sogenannte „Tribunal général“ ein, ein Gericht für die gesamte französische Besatzungszone. Bis Mitte der 1950er-Jahre wurden hier Prozesse gegen NS-Verbrecher geführt.

In den vergangenen fünf Jahren hat das Land Baden-Württemberg in den Erhalt des Residenzschlosses rund 7 Mio. Euro investiert. Unter anderem wurde im Juni 2017 die Schlosskirche nach umfangreicher Sanierung feierlich eröffnet und wieder zugänglich gemacht.
(Quelle: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg)

Weitere Informationen:
www.ziemlich-gute-freunde.de