Rückblick auf die Berliner Liste 2008 im Hotel Haus Cumberland


Auf vier Etagen mit 3.500 Quadratmetern waren im Haus Cumberland erstmals bei der Berliner Liste drei verschiedene Sektionen zu sehen. Neben dem Bereich aktuelle Kunst wurde das Messeprofil 2008 um die Kategorien Fotografie sowie Kunst nach 1960 erweitert. Neben Malerei, Zeichnung, Skulptur und Videokunst präsentierten auch sieben Galerien ausschließlich Fotografie.

brikada-Korrespondentin in Berlin war dabei. Ihr kurz gefasster Eindruck: Die Berliner Liste verstand sich als "OFF-Messe" parallel zum ART ´Forum. Hier gelang die Entdeckung neuer Talente aus dem Blickwinkel von Kunstliebhabern, Käufern, Sammlern oder Galeristen in gleicher Weise. Bei der Fülle der gezeigten Arbeiten und talentierten Künstler bleibt eine Nennung oder Auswahl einzelner immer unvollständig.

Die alle Besucher begeisternde Überraschung war tatsächlich der Bau, der beeindruckende Gebäudekomplex aus dem Jahr 1911, selbst. Es gab wohl niemanden, der sich der wechselseitigen Faszination zwischen Kunstwerk und Räumlichkeit entziehen konnte. Der architektonische Rahmen ließ die hier präsentierten, installierten Objekte auf eine ganz ungewöhnliche Art auf den Betrachter wirken …

Die Ausstellungsräume mit ihren großen und kleinen Balkonen, Loggien und Erkern, Stuckdecken, verblichenen Parkettböden und originalen Holzintarsien einer längst vergangenen Epoche, erweckten den Eindruck von Wohnungen … Reiz und Faszination: Moderne in historisch-klassischem Rahmen, versehen mit dem Etikett eines morbiden Charmes …
emb, Berlin

Weitere Informationen:
www.berliner-liste.org

Bildtext: Zimmer Cumberland © The working smarter group GmbH. Fotograf: BERLINER LISTE

(Der Link wurde am 13.11.2008 getestet.)