Residenzschloss Rastatt: Vor 100 Jahren dankte der Großherzog ab

Residenzschloss Rastatt. – Vor genau 100 Jahren ging eine Epoche zu Ende: Der letzte badische Großherzog dankte ab. Am 22. November unterzeichnete er das entsprechende Dokument und drei Tage später schrieb seine Mutter, Großherzogin Luise, vom Ende der Zähringer-Dynastie. In einer Führung durch das Residenzschloss Rastatt wird die Historie lebendig.

Das Ende der Monarchie

„Mein geliebter Sohn und mit ihm das Haus Zähringen sind beseitigt” schrieb Großherzogin Luise von Baden am 25. November 1918. Die Großherzogin war erschüttert: Nach der erzwungenen Abdankung ihres Neffen, des deutschen Kaisers Wilhelm II. am 9. November 1918, verzichtete schließlich auch ihr Sohn, der letzte badische Großherzog Friedrich II., auf die Herrschaft. Der offizielle Rückzug war genau vor 100 Jahren, am 22. November.

Großherzogin Luise steht neben weiteren Personen der großherzoglichen Familie am Sonntag, 25. November, um 11 Uhr im Zentrum einer besonderen Führung durch die Ausstellung in Schloss Rastatt. Paul-Ludwig Schnorr, ein Kenner des Lebens der Großherzogin Luise, ist der Referent dieser Führung. Von Großherzog Karl (reg. 1811–1818) und seiner Frau Stephanie, der Adoptivtochter Napoleons, bis zu Großherzog Friedrich II. (reg. 1907–1918) reicht das Spektrum der Geschichten, die sich mal um die engste Familie, mal um die große europäische Politik ranken – und das immer mit Bezug zu Rastatt.
(Quelle: Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg)

Weitere Informationen:
www.schloss-rastatt.de
www.wgm-rastatt.de
www.schloesser-und-gaerten.de

Titelbild: Großherzogin Luise von Baden. Fotografie, 1913. Wehrgeschichtliches Museum Rastatt