„Aufwändig komponierte Tafeln, mit Tafelaufsätzen und bestückt nach komplizierten Plänen, waren Teil der Repräsentation an den barocken Tafeln“, erklärt Dr. Petra Pechaček, die Konservatorin von Schloss Bruchsal. „Die Serviettenfaltkunst war ein Aspekt dieser höfischen Dekorationen.“Joan Sallas nutzt gestärktes Leinengewebe. Hunderte Meter Stoff faltet er zu Schlangen, Nilpferden, Schlössern, Schiffen oder menschlichen Figuren. Das Wesentliche an seinen Arbeiten: Fast immer liegen ihnen originale Faltplänen aus früheren Jahrhunderten zugrunde. Anfang des 16. Jahrhunderts entstand in Italien die Mode, Servietten und Tücher kunstvoll zu falten. Seinen Höhepunkt erlebte das Serviettenbrechen im Barock: Traktate und Lehrbücher verbreiteten die Techniken und Vorlagen auch an den deutschen Höfen. Über den Künstler Joan Sallas, geboren 1962 in Badalona (Katalonien), wuchs in Spanien auf. Er studierte Sonderpädagogik und Musik. Seit 18 Jahren forscht er intensiv auf dem Gebiet der historischen Faltkunst und sammelt sämtliche Literatur zum Thema Faltkunst. Er veröffentlichte Bücher zur Papier- und Serviettenfaltkunst und stellt seine Werke weltweit in bekannten Museen und Schlössern aus. Außerdem gibt er Kurse im Servietten-Falten an Hotelfachschulen, für Pädagogen und Kinder. Joan Sallas lebt heute in Weimar. (Quelle: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg) Weitere Informationen: www.tisch-tafel-2018.de www.schloss-bruchsal.de Titelbild: Schloss Buchsal Serviettenausstellung. Foto: (c)Christina Ebel/ssg
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