Wiedereröffnung des Papiermuseums Düren mit außergewöhnlichem Neubau und neuem Konzept

Düren. – Welche Rolle spielt Papier im digitalen Zeitalter noch? Welche Geschichten verbindet man mit diesem Werkstoff? Und was kann Papier alles? Man darf gespannt sein, mit welchem neuen Konzept sich das Papiermuseum Düren ab September der Öffentlichkeit stellen wird.

Diese und zahlreiche weitere Fragen und Fakten erfahren Interessierte, wenn ab dem 9. September 2018 das Papiermuseum Düren wiedereröffnet wird. Dann nämlich kann man den markanten Neubau – räumlich und inhaltlich neu gestaltet – bewundern. Damit macht Düren ein wichtiges Thema seiner Stadtgeschichte aber auch der Gegenwart in dieser Papierstadt neu erlebbar.

Düren und die Region sind seit mehr als 400 Jahren von der Papierindustrie geprägt; bedeutende Dokumente wie das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und die Urkunde zur Deutschen Einheit sind auf Papier aus Düren und seiner Region gedruckt. Noch heute sind hier weit über 100 Unternehmen in der Branche aktiv. Bereits seit 1990 wurde die Geschichte des Papieres in Düren in einem eigenen Museum präsentiert – in direkter Nachbarschaft zu dem seit 1905 bestehenden Leopold-Hoesch-Museum. Nun hat das Papiermuseum eine umfangreiche Sanierung und zeitgemäße Neukonzeption erfahren.

Für die Gestaltung des neuen Papiermuseums und seiner Dauerausstellung zeichnen der mehrfach prämierte Kölner Architekt Klaus Hollenbeck und sein Team verantwortlich. Das gesamte Museum ist nun auch barrierefrei. Durch die Erweiterung erhält das Papiermuseum einen neuen, museal angemessenen Zugang und rückt zugleich näher an das Leopold-Hoesch-Museum heran.

Das neue Papiermuseum soll leicht wirken und sich von der Umgebung ablösen“, sagt Architekt Klaus Hollenbeck.

Auch konzeptionell wird das Thema Papier im Museum vollkommen neu in Szene gesetzt – informativ und emotional: Fünf zentrale Einheiten präsentieren den Werkstoff mit den unterschiedlichen Schwerpunkten Geschichten (u.a. mit Filmsequenzen), Wertschöpfung (Papiermaterialien), Visionen (Recycling), Ordnung (digitale Welt) und Künste (Sonderausstellungsfläche mit Werken aus den Sammlungen des Papiermuseums und des Leopold-Hoesch-Museums. Zur Eröffnung u.a. mit Arbeiten von Günther Uecker und der Norwegerin Gjertrud Hals).

Weitere Besonderheiten des neuen Papiermuseums Düren sind etwa eine gut ausgestattete Papierwerkstatt, in der Gruppen und Einzelpersonen aktiv werden und mit dem Werkstoff experimentieren können. Unterschiedliche Falt- und Bastelvorlagen stehen dauerhaft zur Verfügung.

Das neue Papiermuseum ist ein „Museum für alle“ und legt einen Schwerpunkt auf Inklusion mit zahlreichen Angeboten für Menschen mit Einschränkungen. Zu einer besonderen Interaktion lädt ein Buch ein, das jeder Besucher erhält: es informiert und inspiriert, gibt Anregungen für Spiele und enthält Faltvorlagen, Pop-ups und vieles mehr. Daneben bietet es Raum für eigene Kreativität.

Kuratiert wird die Ausstellung von Caroline Kaiser, Kuratorin der Ausstellung von expo2508.
(Quelle: Papiermuseum Düren)

Weitere Informationen:
www.papiermuseum-dueren.de

Titelbild: Das neue Papiermuseum Düren mit attraktiver Außenfassade. Foto: ©Peter Hinschläger