Frauenstudien München mit Vortrag: “Weiberfasnacht und ´Unsinniger´ Donnerstag”


Nicht nur kulturanthropologisch und mythologisch gesehen sind Ursprünge und Tradition des bayrischen Faschings interessant. Sie haben oft auch einen sozialen Hintergrund, der Aufschluss über das Leben und die Bedeutung von Frauen in früheren Jahrhunderten gibt. Manche Bräuche gaben Frauen die Gelegenheit, für kurze Zeit Geschlechter- und Standesgrenzen zu überspringen und die erotische Kraft und rituelle Macht alter Frauengemeinschaften zum Ausdruck zu bringen. Das orgiastische Faschingstreiben – insbesondere zur Weiberfasnacht – machte aber offenbar nicht nur den Frauen selber einen Riesenspaß, sondern war von großem Nutzen für das Gemeinwohl und deshalb öffentlich gefördert.

Erni Kutter, Diplom-Sozialpädagogin, beschäftigt sich seit langem mit dem Denkansatz des Affidamento, mit Frauengeschichte und spirituellen Frauentraditionen.

Veranstaltungsort: Atelierhaus, Baumstraße 8, Rückgebäude, 80469 München

Weitere Informationen:
www.frauenstudien-muenchen.de

(Der Link wurde am 03.01.2007 getestet.)