Weltnichtrauchertag: Raucher sterben sieben Jahre früher


Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2007 mitteilte, war Lungenkrebs im Jahr 2005 mit 40.641 Sterbefällen in Deutschland die vierthäufigste Todesursache. Über 42.000 Erkrankungen konnten in Deutschland mit dem Konsum von Tabakprodukten in Zusammenhang gebracht werden; neben Lungenkrebs können auch Kehlkopfkrebs und Luftröhrenkrebs zu den Folgeerkrankungen des Rauchens gezählt werden. Insgesamt waren 2005 gut 5 Prozent aller Sterbefälle auf eine für Raucher symptomatische Erkrankung zurückzuführen.

Im Vergleich zum Jahr 1985 ist ein enormer Anstieg bei all diesen Todesursachen festzustellen. Erschreckend dabei ist, dass sich im Laufe der vergangenen 20 Jahre die Anzahl der weiblichen Todesopfer des Rauchens nahezu verdoppelt hat. Das durchschnittliche Alter der an Lungen-, Kehlkopf- und Luftröhrenkrebs Gestorbenen lag 2005 bei 69,4 Jahren; damit starben die deutschen Raucher genau sieben Jahre früher als der Durchschnittsdeutsche.

Der Lungenkrebs war 2005 bei den Männern die dritthäufigste Todesursache, bei den Frauen die achthäufigste. Die Sterblichkeit an Lungenkrebs ist in Bremen und im Saarland am höchsten, in Baden-Württemberg und Bayern an niedrigsten.

Deutlich verändert hat sich in den letzten 10 Jahren auch das Rauchverhalten in Deutschland. Während die Zahl der konsumierten Zigaretten abnahm, stieg der Verbrauch von Zigarren und Zigarillos im gleichen Zeitraum von 4 Millionen Stück pro Tag auf 11 Millionen Stück täglich. Der Konsum von Pfeifentabak hingegen ging von drei Tonnen pro Tag auf zwei Tonnen täglich zurück. Legal oder illegal erworbene, in Deutschland nicht versteuerte Tabakwaren sind in dieser Statistik nicht enthalten.
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