Pferdesalbe – kein Geheimtipp mehr
Hilfe bei Rücken- und Gelenkbeschwerden


Was ursprünglich als Geheimtipp weitergegeben wurde, wird nun auch von Wissenschaftlern ernst genommen. Eine Salbe, die zunächst zur Behandlung der Fesseln und Sehnen von Sportpferden entwickelt worden war, wird auch Menschen bei leichten Beschwerden des Bewegungsapparates empfohlen.
Bei Gartenarbeiten werden auch im kommenden Frühling wieder viele über Rückenschmerzen klagen. Die ungewohnte Körperhaltung, besonders das Bücken, quittiert der Körper vor allem bei Städtern, die nur an Schreibtischarbeit gewohnt sind, mit Kreuzschmerzen, während eben diese einseitige Tätigkeit an Computer oder Schreibtisch zu Muskelverspannungen führt. Beides Beschwerden, die sehr unangenehm sind und heute nicht nur alte Leute, sondern Menschen im “besten Alter” plagen. Schätzungen zufolge leidet jeder zweite Deutsche unter Rückenschmerzen.

Abhilfe kann eine sinnvolle Vorbeugung schaffen. “Schonende Bewegungsabläufe und Körperhaltungen werden beispielsweise in einer Rückenschule vermittelt”, meint Dr. Dietmar Krause, Leiter des Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e.V., Marburg. Wichtig ist, ständig in Bewegung zu bleiben, denn “wer rastet, der rostet”. Ein gezieltes Sportprogramm kann helfen, die Muskulatur zu stärken. “Wer lange keinen Sport getrieben hat, sollte sich vorher vom Arzt oder Physiotherapeuten beraten lassen”, rät Dr. Krause. Schwimmen, Langlauf und Gymnastik stärken gleichzeitig Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit; Wandern, Walken, Joggen und Radfahren sind nach Ansicht des Experten ebenfalls empfehlenswert.
Viele Sportvereine bieten heute ihren Mitgliedern gezielte Gesundheitsprogramme mit Ausgleichssport, Rückenschule oder Wassergymnastik.
Bei leichten Rückenschmerzen schaffen oft schon einfache Mittel Linderung. So schwören viele auf Kühlung. Sie haben recht, denn durch die Kälte leiten die Schmerzrezeptoren weniger Schmerzsignale weiter. Für andere wiederum ist Wärme ” ein heißes Bad, Fango, Körnerkissen, Rotlichtbestrahlung ” das Mittel der Wahl, denn diese fördert die Durchblutung und regt den Heilungsprozess an.
Beide Effekte verbindet die eingangs erwähnte Pferdesalbe. Die grünliche, gelartige Salbe enthält hauptsächlich Extrakte aus Arnika, Rosmarin, Kampfer und Menthol, also Substanzen, die seit alters her gegen Prellungen, Schwellungen und Entzündungen eingesetzt wurden. “Das in dem Gel enthaltene Menthol sorgt zunächst für eine angenehme Kühlung der Haut”, erklärt der Lahnauer Apotheker Dr. Ulf Jacoby. “Anschließend durchzieht das Gewebe eine wohltuende Wärme aufgrund der die Durchblutung fördernden Wirkung von Rosmarin und Kampfer”, so Jacoby. Arnika schließlich wirkt entzündungshemmend und schmerzstillend. Anhänger des Reitsports fanden heraus, dass Pferdesalbe auch für Menschen bei leichten Beschwerden des Bewegungsapparates hilfreich war. Und so ist heute die original Pferdesalbe rezeptfrei in Apotheken erhältlich.
Dr. Isolde Bräckle

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt die Broschüre “Beweglich sein ” beweglich bleiben”, die man gegen Einsendung eines mit 1,44 Euro frankierten DIN A5-Rückumschlags unter dem Stichwort “Beweglichkeit” beim Deutschen Grünen Kreuz e.V., Postfach 12 07, 35002 Marburg anfordern kann.