Deutsches Grünes Kreuz: Gesund durch den Urlaub


Denn das Blut kann aufgrund mangelhafter Durchblutung eindicken; es bilden sich kleine Blutgerinsel, Thrombosen genannt. Dieses sogenannte “Economy-Class-Syndrom droht besonders Reisenden mit erhöhtem Thromboserisiko. Vor allem Menschen mit einer Gerinnungsstörung oder im höheren Alter sollten an eine entsprechende Vorbeugung denken.

Wenn Bewegung zwischendurch nicht möglich ist, gilt es: Kompressionsstrümpfe tragen. Diese senken das Thromboserisiko beispielsweise auf einem Langstreckenflug auf ein Zehntel. Das haben britische Wissenschaftler um Mike Clarke vom Cochrane- Forschungszentrum in Oxford bei einer Auswertung von neun verschiedenen Studien zum Thema gezeigt. Sie analysierten die Daten von mehr als 2.800 Flugpassagieren, deren Gesundheitszustand vor und nach dem Flug in verschiedenen Studien überwacht worden war. Bei insgesamt 50 Fluggästen hatten Ärzte Thrombosen festgestellt, jedoch nur bei drei Passagieren, die Kompressionsstrümpfe getragen hatten. Der gleichmäßige Druck der Strümpfe verbessert den Blutfluss und verhindert die Entstehung von Blockaden.

Bei Flugreisen ist zudem die trockene Luft in der Kabine ebenso ein Risikofaktor wie die Tatsache, dass viele Passagiere nur sehr wenig trinken. Ausreichendes Trinken, vorzugsweise stilles Wasser, ist also zu empfehlen. Wer besonders eingezwängt sitzen muss, sollte ab und zu aufstehen und ein paar Schritte gehen, darf nicht mit eingeschlagenen Beinen schlafen und sollte regelmäßig die Sitzposition wechseln. Wenn das Blut eindickt, verursacht das meist Kribbeln und Schmerzen; auf diese Signale sollte man also achten und sie ernst nehmen. Viele Thrombosen bleiben nämlich unbemerkt und können lebensbedrohlich werden, wenn sie in die feinen Blutgefäße der Lunge geschwemmt werden und dort eine lebensgefährliche Embolie auslösen.
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