Uni Jena: 3. Platz für Ilka Gleibs im Wettbewerb des Deutschen Studienpreises


Für die wissenschaftliche Präsentation ihrer Studienergebnisse wurde Ilka Gleibs mit einem dritten Preis im Wettbewerb des Deutschen Studienpreises ausgezeichnet. Der von der Körber-Stiftung alljährlich ausgeschriebene Wettbewerb stand dieses Mal unter dem Titel "Mittelpunkt Mensch?" und fragte nach neuen Leitbildern, Modellen und Ideen für die Vereinbarkeit von Arbeit und Leben. Rund 400 junge Forscher aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, aber auch Techniker und Naturwissenschaftler beteiligten sich mit Wettbewerbsbeiträgen. Aus diesen Beiträgen wählte die Jury 35 Arbeiten aus, die mit einem dritten Preis ausgezeichnet werden. Außerdem werden fünf erste und zehn zweite Preise verliehen.

In ihrer Untersuchung nahm Ilka Gleibs die Fusion der Universität Lüneburg und der Fachhochschule Lüneburg unter die Lupe. Beide Hochschulen sind seit Anfang 2005 zur "Leuphana Universität Lüneburg" fusioniert. Die Jenaer Psychologin befragte rund 150 Studierende beider Hochschulen in den Jahren 2005 und 2006. Wie ihre Untersuchung ergab, identifizieren sich die Betroffenen auch noch lange nach der Fusion stärker mit ihrer ursprünglichen Hochschule als mit der neuen Institution.

Ausschlaggebend für die Identifikation mit der neuen Organisation sei u. a. die im Fusionsprozess wahrgenommene Fairness. "Je mehr die Betroffenen das Gefühl haben, dass ihre alte Organisation fair behandelt wurde, desto eher sind sie auch bereit, sich mit der neuen Organisation zu identifizieren", so die Jenaer Psychologin. Für die Praxis bedeute dies, dass Beteiligte von Fusionen immer wieder die Möglichkeit haben sollten, ihre Vorstellungen und negative emotionale Reaktionen zu artikulieren. "Nur so lässt sich Problemen, Ängsten und Widerständen, die während des gesamten Veränderungsprozesses auftreten, entgegenwirken."

Weitere Informationen: www.uni-jena.de

(Der Link wurde am 22.05.2007 getestet.)