Paralympic Sport Award: Fünffache „Gold-Anna“ ist Weltbehindertensportlerin

Anna Schaffelhuber ist im Rahmen der Generalversammlung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) in Mexiko Stadt mit dem „Paralympic Sports Award“ für ihre sensationellen Leistungen bei der Paralympics in Sotschi 2014 ausgezeichnet worden. Die 22-Jährige aus Bayerbach (Bayern) erhielt am vergangenen Samstagabend in Mexiko die höchste Auszeichnung im Behindertensport, die alle zwei Jahre vergeben wird.

Im Jahr 2010 war Monoskifahrerin Anna Schaffelhuber als Nachwuchstalent bei den Paralympischen Winterspielen in Vancouver und holte überraschend Bronze – während Verena Bentele (Ski Nordisch) und Gerd Schönfelder (Ski Alpin) für mächtig Furore sorgten und fünf bzw. vier Goldmedaillen holten. Vier Jahre später, bei den Paralympics in Sotschi 2014, war der Star freilich die damals 21-jährige Anna Schaffelhuber, die es in allen fünf Wettbewerben ganz nach oben aufs Treppchen schaffte. Jetzt gab es in Mexiko Stadt die verdiente Auszeichnung für die beeindruckenden Leistungen auf der Piste: „Gold-Anna“ ist in der Kategorie „Beste Athletin“ mit dem „Paralympic Sports Award“ geehrt worden. Die höchste Auszeichnung im Behindertensport erhielten vor ihr erst zwei Deutsche: Na klar, Verena Bentele und Gerd Schönfelder – und zwar 2011, nach den erfolgreichen Paralympics in Vancouver.

Nun also Anna Schaffelhuber. „Ich habe mir damals gedacht, diesen Preis hätte ich auch gerne mal“, sagte die frisch gebackene Weltbehindertensportlerin im Anschluss an die Auszeichnung mit einem Schmunzeln. Es sei für sie eine große Ehre gewesen, mit den weltweit erfolgreichsten paralympischen Sportlerinnen und Sportlern der vergangenen beiden Jahre auf einer Bühne stehen zu dürfen – und dann auch noch den Preis zu erhalten. „Ich freue mich so richtig darüber. Diese Auszeichnung hat einen sehr hohen Stellenwert für mich“, berichtete die 22-jährige.

Zu Schaffelhubers ersten Gratulanten zählte der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), Friedhelm Julius Beucher. Mit den Worten: „Das ist eine außergewöhnliche Würdigung einer außergewöhnlichen Leistung der derzeit weltbesten Athletin im paralympischen Ski-Alpin-Sport“ würdigte er die hervorragende sportliche Leistung dere jungen Frau.

Doch viel Zeit zum Feiern bleibt Anna Schaffelhuber nicht. Schon bald beginnt für die querschnittsgelähmte Monoskifahrerin die neue Saison. Und die nächsten Winterspiele 2018 in Pyeongchang sind stets im Hinterkopf. „Südkorea ist das große Ziel, auf das alles ausgerichtet ist“, betont die ehrgeizige Sportlerin, die auf der Piste wieder angreifen will – um die Erfolge von Sotschi möglichst zu wiederholen.

Weitere Informationen:
www.dbs-npc.de

Titelbild: Anna Schaffelhuber während der Paralympics in Sotschi 2014. Foto: Allianz, Ralf Kuckuck