Uni Jena: Dr. Ulrike Trautvetter und Stefanie Weiß erhalten Oecotrophica-Preise 2014

Dr. Ulrike Trautvetter wird im Bereich Humanernährung für ihre Dissertation „Metabolische Effekte von Pentacalciumhydroxytriphosphat als Lebensmittelzusatzstoff – Ergebnisse von Humaninterventionsstudien“ geehrt. Als beste Diplomarbeit wird „Anreicherung von langkettigen n-3-PUFA in Blutfraktionen durch Supplementation von alpha-Linolensäure bei stoffwechselgesunden Probanden“ von Stefanie Weiß ausgezeichnet.

Verliehen werden die Preise vom Verband der Oecotrophologen (VDOE) in Ludwigsburg. Die Auszeichnung für die beste Doktorarbeit ist mit 1.750 Euro, der Preis für die beste Diplomarbeit mit 750 Euro dotiert. Gestiftet wird das diesjährige Preisgeld vom Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. aus Berlin.

Bildtext (r.): Mit großer Überraschung habe sie die Preisvergabe zur Kenntnis genommen, sagt Ulrike Trautvetter. Was sie mit dem Preisgeld machen wird, weiß die wissenschaftliche Mitarbeiterin noch nicht. Foto: Peter Scheere/FSU

In ihrer nun preisgekrönten Arbeit hat die 30-jährige Wissenschaftlerin von der Universität Jena untersucht, wie sich die Gabe von Calcium auf den menschlichen Stoffwechsel auswirkt. In drei Teilstudien erhielten Trautvetters Probanden – gesunde Erwachsene – zusätzlich Calcium über ein speziell angereichertes Vollkornbrot. In der ersten Studie wurde zudem ein probiotischer Joghurt gereicht, in der dritten Studie kam eine Vitamin D-Gabe hinzu.

„Ziel war es, herauszufinden, ob die zusätzliche Calcium-Aufnahme gesundheitliche Wirkungen hervorruft“, sagt Ulrike Trautvetter. Die Ergebnisse der Wissenschaftlerin zeigen, dass die zusätzliche Calcium-Aufnahme günstige Effekte auf die Blutlipide und die Mikrobiota bewirkte. Weiterhin hatte die Calcium-Gabe eine positive Wirkung auf den Vitamin D-Stoffwechsel und auf die Sekretion von gastrointestinalen Hormonen.

Stefanie Weiß war an einer Studie zur Untersuchung von Omega-3-Fettsäuren beteiligt, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. Sie untersuchte die Wirkung von Leinöl auf den menschlichen Stoffwechsel. Dazu erhielten ihre Probanden acht Wochen lang Leinöl anstelle anderer Öle. „Unser Ziel ist es, Alternativen für die Fettsäuren aus Fisch zu finden“, sagt Dr. Katrin Kuhnt, die die Diplomarbeit von Stefanie Weiß betreut hat.

Bildtext (r.): Stefanie Weiß freut sich über ihr Preisgeld. Da sie gerade eine Stelle am Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke angenommen hat, wird sie es für ihre neue Wohnung ausgeben können. Foto: Privat 

Angesichts sinkender Fangmengen und einer wachsenden Weltbevölkerung eine globale Herausforderung. Die Ergebnisse der Studie von Stefanie Weiß waren positiv: Im Blut der Probanden war der Gehalt an langkettigen Omega-3-Fettsäuren gestiegen und das sogenannte gute Cholesterin erhöht.

Weitere Informationen:
www.uni-jena.de

Titelbild (v.l.): Dr. Ulrike Trautvetter (Foto: Peter Scheere/FSU) und Stefanie Weiß (Foto: Privat)