Uni Regensburg: Juristin Dr. Susanne Moritz erhält Wissenschaftspreis

Der Pflegenotstand ist demnach nicht mit dem Grundgesetz zu vereinbaren. Die Arbeit entstand am Lehrstuhl von Prof. Dr. Alexander Graser an der Uni Regensburg. Die Preisverleihung findet am 18. Januar 2014 in Dresden statt. Damit verbunden ist ein Preisgeld in Höhe von 1.250 Euro, gestiftet von der Servier Deutschland GmbH.

Schon seit mehreren Jahren steht das Pflegesystem in Deutschland in der öffentlichen Debatte. Eine nachhaltige Reform scheint umso dringlicher, als in den Medien gehäuft von menschenunwürdigen und untragbaren Zuständen in den Pflegeheimen berichtet wird. In ihrer im Sommer 2013 erschienenen Doktorarbeit untersuchte Moritz die Ursachen sowie deren verfassungsrechtliche und verfassungsprozessrechtliche Relevanz.

Sie kommt dabei zu einem erschreckenden Ergebnis: Der Pflegezustand der Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Pflegequalität in vielen Pflegeheimen sind nicht allein zu einem erheblichen Teil mangelhaft; die belegbaren Missstände in den Pflegeheimen verletzen zudem die Grundrechte der stationär untergebrachten Pflegebedürftigen.

Weitere Informationen:
www.ur.de

Titelbild: Dr. Susanne Moritz