Schauspielerin Martina Gedeck erhält ECKART 2013 für Lebenskultur

Und wenn es nur „Bella Martha“ wäre: Allein mit dieser Rolle einer Küchenchefin, die das Leben und die Liebe erlernen muss, hat Martina Gedeck mehr für die Entfaltung einer Lebenskultur getan als andere Schauspieler in einer ganzen Karriere. Dieser Film von Sandra Nettelbeck ist schon zwölf Jahre alt und war damals ein Überraschungserfolg.

Wie gut der Film wirklich ist, das beweist seine Langzeit-Wirkung: Die meisten Menschen erinnern sich an diesen Film und assoziieren Martina Gedeck mit „Bella Martha“, obwohl sie Dutzende großer Rollen davor und danach gespielt hat. Und jeder Zuschauer erinnert sich gerne an ein angenehmes Kino-Erlebnis: Der Film ist höchst kultiviert und warm, zugleich höchst romantisch und doch lebensecht. Wie viel die Hauptdarstellerin Martina Gedeck dazu beigetragen hat, beweist die Hollywood-Nachverfilmung mit Catherine Zeta-Jones von 2007. Immer noch schönes Kino, aber nicht so gut wie das Original.

Bildtext: Martina Gedeck. Foto: ® Corbis Cosima Scavolini
 

Martina Gedeck, 1961 in München geboren und bis zum zehnten Lebensjahr im ländlichen Niederbayern aufgewachsen, hat in vielen großen Filmen mitgewirkt: „Das Leben der Anderen“, „Elementarteilchen“, „Der Baader Meinhof Komplex“ oder „Nachtzug nach Lissabon“ – zwei Mal erhielt sie den Deutschen Filmpreis. Aus ihrer behüteten Kindheit hat sie etwas in die Sphäre eines Berliner Filmstars mitgenommen, das dort selten ist: Eine besondere Form von Ursprünglichkeit, Lebensnähe und Sinnlichkeit.

Wenn es in ihren Filmen – nicht nur bei „Bella Martha“ – um Tischkultur geht, wird das besonders spürbar. Essen und Trinken öffnet – nicht nur im Film – die Herzen der Menschen und lässt sie Glück erfahren. Lebensmittel werden zu Liebesmitteln. Mag sich „kein Rezept für die Liebe finden“ – so lautet die Botschaft in „Bella Martha“ – „jede Menge Zutaten gibt es aber schon.“ Martina Gedeck zeigt uns in ihren Filmen immer wieder neu, was ihr wichtig ist: „Ich glaube an das Leben und das heißt für mich auch, etwas zu tun, was dem Leben zugewandt ist.“
(Quelle: Witzigmann Academy)

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Titelbild: Martina Gedeck