Siegfried Kracauer Preis an die Journalistin Cristina Nord

Mit der Verleihung des nach dem herausragenden Filmtheoretiker Siegfried Kracauer benannten Auszeichnung startet die MFG Filmförderung eine Initiative zur Stärkung der deutschen Kinolandschaft. „Die Herausforderungen, vor denen das deutsche Kino steht, sind nicht erst seit den wieder aufgenommenen Verhandlungen zum Freihandelsabkommen zwischen den USA und Europa immens," sagte Gabriele Röthemeyer anlässlich der Preisverleihung im Berliner Kino Arsenal. "Die Veränderungen in Distribution und Rezeption von Film veranlassen uns zur gezielten Untersuchung, an welchen Stellen wir dabei helfen können, den Fortbestand der Kinolandschaft hierzulande zu sichern.“

Bildtext: Cristina Nord wurde in der Kategorie „Beste Filmkritik“ ausgezeichnet. Foto: MFG/Kisorsy

 

Die Jury des Siegfried Kracauer Preises 2013 bestand aus der Direktorin des Frankfurter Filmmuseums Claudia Dillmann, der Vision Kino-Geschäftsführerin Sarah Duve sowie dem Filmjournalisten Dominik Kamalzadeh. Sie begründete ihre Entscheidung für die Preisträgerin Cristina Nord ("Beste Filmkritik") u.a. damit, dass die Autorin Enthusiasmus für das Abwiegen, für das präzise Austarieren von Argumenten beweise, "um auf diese Weise der Wirkung und den Dynamiken eines Films näher zu kommen als mit einer unverrückbaren Position. Ohne die ästhetischen Qualitäten des Films kleinzureden, weist sie in ihrer Kritik mit Beharrlichkeit auf ungelöste Fragen in der Grundkonzeption der Arbeit hin, auf eine Ambiguität, die für sie wesenhaft ist."

Der Filmjournalist Nino Klingler erhält für das Jahr 2014 ein Stipendium in Höhe von monatlich 1.000 Euro für die Erstellung von Filmkritiken sowie das Erarbeiten von zwei kritischen Essays, die sich mit dem Thema „Zukunft des Kinos“ beschäftigen.

Weitere Informationen:
www.mfg-filmfoerderung.de

Titelbild: Gabriele Rosentreter (großes Foto), Cristina Nord (kleines Foto). Foto: MFG/Kisorsy