„Stark und verletzlich – Frauen 2014“: Der neue Kalender der Gesellschaft für bedrohte Völker fasziniert durch seine Bilder

Frauen sind die Protagonistinnen des neuen Bildkalenders der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), der in Göttingen ansässigen internationalen Menschenrechtsorganisation für ethnische und religiöse Minderheiten sowie indigene Völker. 

Mit seinen atmosphärisch schönen Bildern öffnet der Kalender „Frauen 2014 – Stark und verletzlich“ die Tür zu fremden Welten und macht neugierig auf andere Kulturen. Da sind Yezidinnen im Nahen Osten, die sich in einer patriarchalischen Gesellschaft zu emanzipieren versuchen. Oder die Sängerin Tschyltys in Sibirien, die die Kultur der Schoren bewahren will. Tibeterinnen ringen um das Recht ihres Volkes auf eine selbstbestimmte Zukunft. 

In Kanada setzen sich Frauen der „First Nations“ für die Aufklärung des Schicksals von mehr als 600 vermissten Indianerinnen ein. Mapuche-Heilerinnen in Chile und Argentinien wachen über das Gleichgewicht von Körper und Geist. Und bei den Samen in Nordeuropa entwerfen Designerinnen selbstbewusst pfiffige junge Mode mit traditionellen Elementen.
 

Auf den Rückseiten informieren illustrierte Texte über die Lage der jeweiligen Gemeinschaft, aber auch über Projekte, Initiativen und das Engagement von Frauen für Frieden, die eigene Kultur und Identität, gegen Umweltzerstörung und für Gleichberechtigung.

 

 

Ein Beispiel: Wie kostbare Perlen schimmern Wassertröpfchen auf der dunklen Haut der jungen Frau im schulterfreien Kleid. Mühelos hält sie die Balance in ihrem schmalen Boot, das im Nigerdelta dümpelt, und fesselt den Betrachter mit unverwandtem Blick. Wendet man das März-Blatt des Bildkalenders der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), ist die starke Rolle der Frauen dieser Region dort anschaulich beschrieben: Ihr friedlicher und kreativer Protest gegen verheerende Umweltzerstörung durch rücksichtslose Ölförderung und für ein Ende der Gewalt zwischen aufbegehrenden Jugendlichen und Sicherheitskräften machten Schlagzeilen.

Das ist das Außergewöhnliche an diesem Kalender: Auf den Rückseiten der Monatsblätter erklären Expertinnen und Experten die Rolle der Frauen. Viele Frauen haben mit großer Tatkraft und Kreativität unzählige Projekte und Initiativen mit und für andere ins Leben gerufen: Sie haben eindrucksvoll gegen Gewalt demonstriert, Streit geschlichtet, Frieden gestiftet und Aktionen zum Schutz ihrer Umwelt sowie zur Rettung ihrer bedrohten Kultur organisiert. Lassen Sie sich inspirieren von ihrem Mut und ihrer Energie!

Brikada-Bewertung:  „Frauen 2014 – Stark und verletzlich“ ist nicht nur ein ästhetisch unglaublich ansprechender Kalender. Vielmehr machen die geschilderten Frauenschicksale und -Projekte nachdenklich und neugierig zugleich. Sie regen zum Nachfragen und zum Nachmachen an und: Hochachtung vor all jenen Frauen, die den Mut und das Durchhaltevermögen aufbringen, die Welt ein wenig besser zu gestalten. Besser vor allem für unterdrückte Frauen, weltweit.
Brigitte Karch

Farbbildkalender der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV): „Frauen 2014 – Stark und verletzlich“; Vorderseite: 13 großformatige Farbbilder (44×32 cm), rückseitig illustrierte Texte zum jeweiligen Thema. Als besonderer Service ist das letzte Kalenderblatt als Jahresplaner gestaltet, 19,50 € (inklusive Versand), ISBN 978-3-922197-99-7, zu beziehen im Buchhandel oder direkt bei der GfbV 

Weitere Informationen:
www.gfbv.de