Die Ustersbacher Brauerei – Brautradition seit mehr als 400 Jahren


Auch wenn es nicht immer reibungslos läuft, Beruf und Familie zu vereinen, so gelingt das doch mit Hilfe einer generationsübergreifenden Unterstützung recht gut. Mutter Claudia Schmid, bis zur Geburt der Enkel selbst im Unternehmen tätig, kümmert sich täglich ums gemeinsame Mittagessen, bei dem immerhin 7 Personen am Tisch sitzen, und beaufsichtigt die Kinder am Nachmittag. Vater Kaspar Schmid – selbst mit 79Jahren noch täglich im Büro – springt ein, wenn die Jugend mal wieder „einen Auswärtstermin hat“ und Fahrdienste gefragt sind.

„Ich hätte wegen der Firma nicht auf Familie und Kinder verzichten wollen“, so Inhaberin Stephanie Schmid, die noch hinzufügt: „Im Nachhinein betrachtet war´s der Wahnsinn, aber irgendwie hab ich´s geschafft, drei Kinder in der Brauerei großzuziehen – auch wenn schon mancher Anrufer irritiert war, wenn im Hintergrund ein Kind quengelte, weil es gerade mal nicht bekam, was es unbedingt haben wollte. Dass mein Mann seit einigen Jahren ebenfalls in der Brauerei tätig ist, ist für mich schon eine große Hilfe.“

„In der Vergangenheit der Ustersbacher Brauerei waren häufig Frauen an der Spitze, die ihre Männer früh verloren haben. Die hatten es mit Sicherheit nicht leicht, einen Betrieb in dieser männerdominierten Branche so lange alleine weiterzuführen, bis ihre oft kleinen Kinder alt genug waren. Das sind meine großen Vorbilder“, so Stephanie Schmid, selbst Diplomkauffrau.

Weitere Informationen:
www.ustersbacher.com

Bildtext: Stephanie Schmid. Foto: „der-ausloeser.com“