Elisabeth-Gössmann-Preis an Maria Katharina Moser


Frau Moser wurde für ihre Dissertation mit dem Elisabeth-Gössmann-Preis für hervorragende Arbeiten zur Frauen- und Geschlechterforschung ausgezeichnet. Die feierliche Preisverleihung fand im Alten Senatssaal der Universität Graz statt.

In ihrer Arbeit beschäftigt sich Maria Katharina Moser mit einem Begriff, der aus der Alltagssprache vertraut ist: dem Begriff "Opfer". Was bedeutet es, von Frauen als Opfern des Patriarchats, von Gewalt, in Nationalsozialismus und Kriegen oder von Frauen als Opfern ihrer Kultur oder von Frauenhandel zu sprechen? Wie sind Opfer und Weiblichkeit verknüpft?

Feministische Opfer-Kritik wird systematisch aufgearbeitet und zusammengelesen mit Einsichten zur alltagspraktischen Bedeutung des Opfer-Begriffs, die in einer empirischen Studie gewonnen wurden. Die Analysen münden in Reflexionen über einen ethisch angemessenen Opfer-Diskurs. Die Arbeit erscheint im Dezember 2006 im LIT-Verlag.

Hintergrund:
Der Elisabeth-Gössmann-Preis der Katholisch-Theologischen Fakultät Graz fördert theologische Dissertationen und Diplomarbeiten, die sich kritisch mit frauen- und geschlechterdiskriminierenden Elementen in den christlichen, anderen religiösen oder weltanschaulichen Traditionen auseinander setzen sowie gleichzeitig kreative Neuentwürfe entwickeln. Benannt ist der Preis nach Prof. Dr. Elisabeth Gössmann, einer der Pionierinnen theologischer Frauen- und Geschlechterforschung.