Stadt Braunschweig: Wilhelm-Raabe-Literaturpreis an Sibylle Lewitscharoff


Die Begründung der Jury lautet u.a.: „Sibylle Lewitscharoff entwirft in ihrem Roman ‘Blumenberg eine’ biografische Fantasie über den berühmten deutschen Philosophen, die die herkömmlichen Pfade realistischen Erzählens mit provokantem Übermut verlässt. Die Erscheinung eines Löwen, der, für andere unsichtbar, zu seinem stummen Begleiter wird, führt den Gelehrten und damit auch den Leser an die Grenzen eines rein rationalen Weltzugangs …“. (Sie) „verknüpft die Bewegungen des geistigen Zentralgestirns und seiner Trabanten zu einem in der zeitgenössischen deutschen Literatur einzigartigen Erzählkosmos, der sich am Ende ebenso befreiend wie verstörend ins Jenseitige weitet."

Sibylle Lewitscharoff, 1954 in Stuttgart geboren, lebt in Berlin. Für ihr Werk wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis 1998 für Pong und dem Preis der Leipziger Buchmesse 2009 für den Roman "Apostoloff". 2011 erhielt sie den Ricarda-Huch-Preis und ist designierte Preisträgerin des Kleist-Preises, der im November verliehen wird.

Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann und der Intendant Dr. Willi Steul, überreichen Sibylle Lewitscharoff den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2011 am 6. November im Rahmen eines Matinee-Festaktes im Kleinen Haus des Braunschweiger Staatstheaters.

Weitere Informationen:
www.braunschweig.de

Bildunterschrift: Sibylle Lewitscharoff. Foto: Susanne Schleyer

(Der Link wurde am 07.10.2011 getestet.)