Drei Pädagoginnen mit Bayerischem Staatspreis für Unterricht und Kultus geehrt


In seiner einleitenden Rede unterstrich Siegfried Schneider die Vorbildfunktionen bei den Geehrten: Ganz im Sinne des Artikels 131 der Bayerischen Verfassung gehe es nicht darum, Bildung auf den Erwerb von Wissen und Können zu reduzieren. Vielmehr müssten auch Herz und Charakter der jungen Menschen gebildet werden. Letztlich geht es darum: "Wir müssen alle Talente fördern!" Dies ist die "oberste pädagogische Maxime", so der Minister. Und hier hätten die Preisträger Vorbildliches geleistet. "Ihr Vorbild soll viele anspornen."

Eva-Maria Borns aus Würzburg bezeichnete Staatsminister Schneider als "Schulentwicklerin der ersten Stunde". Die Realschulrektorin habe sich in der Lehrerfortbildung verdient gemacht, neue reformpädagogische Erkenntnisse in den Schulalltag hineingetragen und bei der Vergabe des
Preises für die innovative Schule verantwortlich mitgewirkt. Sie sei "experimentierfreudig und qualitätsorientiert" zugleich.

Petra Hölscher aus München habe als Rektorin am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung eine Pädagogik mit entwickelt, die den Menschen in der sozialen Realität einer globalen Gesellschaft gerecht werde. Sie habe, so Minister Schneider, durch ihren pädagogischen Ansatz das Miteinander von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Deutsch als Muttersprache vorangebracht. Die "Kapazität" für das Fach "Deutsch als Zweitsprache" habe für die gesamte Bundesrepublik wegweisende Konzepte erarbeitet.

Marianne Künzel aus Aßling habe, so Minister Schneider, das Sonderpädagogische Förderzentrum in Grafing zu einem "Innovationszentrum" pädagogischer und sonderpädagogischer Ideen entwickelt, dort auch bereits frühzeitig die Sozialarbeit eingebunden. Das Angebot einer qualitativ hochwertigen Nachmittagsbetreuung an dieser Schule habe die Sonderschulrektorin auch weiteren Zielgruppen eröffnet und so eine Brücke zwischen Schülern des Förderzentrums und anderen Kindern und Jugendlichen gebaut.