The Whale and the Raven, Kinofilm der deutschen Regisseurin Mirjam Leuze

Bildunterschrift/Collage: The Whale and the Raven, Poster (großes Foto) © mindjazz pictures; Wale (Foto: © mindjazz pictures, Regisseurin Mirjam Leuze (Foto: © Bernd Beyer), der Rabe, Foto: © Busse & Halberschmidt

München. – Die Münchner Abendzeitung titelte “Passt perfekt in die Zeit, in der Schüler massenhaft für den Klimaschutz auf die Straße gehen“ und 3sat/BR formulierte: “The Whale and the Raven ist kein kämpferischer Dokumentarfilm im Stile von Michael Moore, sondern eine stille, meditative Hymne darauf, im Einklang, im Respekt mit der Natur zu leben.“

Bildunterschrift: Mirjam Leuze. Foto: © Busse & Halberschmidt

Allein diese Einschätzungen machen Umweltschützer, Naturverbundene und Cineasten neugierig auf den Dokumentarfilm der deutschen Regisseurin Mirjam Leuze. Mit an ihrer Seite agierten Sandra Brandl (Montage), Marcelo Busse, Henrik Meyer, Andrew Williamson, Christian Vizi (Produktion).

Bildunterschrift: Janie Wray mit der Kamera an der Westküste Kanadas unterwegs. Foto: © Busse & Halberschmidt

The Whale and the Raven zum Film

Sind Wale Individuen mit der Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung und Intelligenz? Janie Wray und Hermann Meuter sind fest davon überzeugt. Seit 15 Jahren dokumentieren die Walforscherin und der Walforscher das Verhalten von Orcas, Buckel- und Finnwalen an der Westküste Kanadas.

Bildunterschrift: Geplante Tankerroute durch das Gebiet Gitga’at First Nation, Aufnahme mit einer Drohne. Foto: © Busse & Halberschmidt

70 Meilen von ihren Forschungsstationen entfernt liegt die kleine Küstenstadt Kitimat. Hier wird eine gigantische Exportanlage für Flüssiggas (LNG) geplant. Auf Supertankern soll das Gas nach Asien exportiert werden. Was die Tankerroute für die Wale bedeuten wird, ist nicht absehbar.

Bildunterschrift: Helen Clifton, Matriarchin des Gispudwada / Orca Clans in Hartley Bay. Foto: © Busse & Halberschmidt

Auch die Gitga’at First Nation, die in dem kleinen Ort Hartley Bay leben, haben sich nach einem zehnjährigen Kampf dem Druck von Industrie und Regierung gebeugt und zugestimmt, dass zukünftig Hunderte von Supertankern durch die Fjorde ihres Territoriums fahren werden.

In den Geschichten der First Nations, den ersten Bewohnern dieser Küste, wird das Meer als „Unterwasserkönigreich“ beschrieben. “Orca Chief“ wacht über die Bewohner des Meeres und weist respektlose Menschen in ihre Schranken. In einer animierten Sequenz, erzählt mit Bildern des Künstlers Roy Henry Vickers, macht die Geschichte von Orca-Chief klar, dass es in dieser Region auch um verschiedene Konzepte unserer Welt geht: Die industrielle Nutzbarmachung des Meeres versus dem Meer als Nahrungsquelle, das es langfristig zu erhalten gilt.

Bildunterschrift: Unter Wasser. Foto: © Busse & Halberschmidt

In ihrem Film wirft Regisseurin Mirjam Leuze die Frage auf, ob wir Menschen das Recht haben, die Welt ausschließlich nach unseren Bedürfnissen zu formen. Was wäre, wenn Selbstwahrnehmung, Mitgefühl und Denken nicht ausschließlich menschliche Fähigkeiten wären?

Nah dran an dem Walforscher Hermann Meuter und der Walforscherin Janie Wray gibt der Film einen tiefen Einblick in ein einzigartiges Biotop.

Daten:
The Whale and the Raven: Deutschland / Kanada 2019, 101 Min. / OmU (Englisch mit deutschen UT), Verleih Deutschland: mindjazz pictures, Kinostart: 5. September 2019.

Eine Deutsch-Kanadische Koproduktion von Busse & Halberschmidt, Cedar Island Films, ZDF in Zusammenarbeit mit Arte, National Film Board of Canada, Topos Film in Kooperation mit Vizion mit Unterstützung der Film und Medien Stiftung NRW, Province of British COlumbia / Film Incentive BC, Canadian Film or Video Produktion Tax Credit.
(Quelle: KFP Kölner Filmpresse)

Weitere Informationen:
www.thewhaleandtheraven.com
mindjazz-pictures.de/the-whale-and-the-raven/
saveourseas.com/project-leader/janie-wray/
www.saveourseasmagazine.com/the-singing-sea/
out-of-canada.olehelmhausen.de/cetacealab-die-den-walen-lauschen/
www.bcwhales.org