Gertrud Steinl mit Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet

Nürnberg. – „Durch ihr mutiges, beherztes Handeln hat Gertrud Steinl während der Zeit des Dritten Reiches eine jüdische Mitbürgerin vor Verfolgung bewahrt und dabei auch ihr eigenes Leben riskiert. Ihr Mut, ihr couragierter Einsatz für ihre Überzeugung und ihre Selbstlosigkeit sind Vorbild für unser eigenes Handeln“, betonte Kultusstaatssekretärin Anna Stolz in Nürnberg bei der Aushändigung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Gertrud Steinl.

Der Orden wurde Steinl als „Unbesungene Heldin“ in Würdigung ihres mutigen und solidarischen Handelns verliehen. Staatssekretärin Anna Stolz überreichte ihr die Auszeichnung im Beisein von Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly und weiteren Wegbegleitern.

Gertrud Steinl hat in den letzten Kriegsjahren unter großem persönlichen Risiko eine ihrer Mitarbeiterinnen bei der polnischen Karpaten-Öl AG, die ihr anvertraut hatte, dass sie Jüdin sei, bei ihren Eltern im Sudetenland versteckt. 1979 erkannte Yad Vashem Gertrud Steinl als „Gerechte unter den Völkern“ an.

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung in Deutschland und damit die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht
.(Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus)

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