Mehr Solidarität für Mütter von lebensverkürzend erkrankten Kindern!

Bildunterschrift: Alleingelassen mit der Angst! „Weit über 40.000 Mütter in Deutschland haben ein lebensverkürzend erkranktes Kind. Viele von ihnen müssen diese extreme Belastung alleine aushalten“. Foto: © Bundesverband Kinderhospiz e.V.

Weltfrauentag! Auf politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene werden Aktivitäten „pro Frauen“ zunehmend sichtbar. Doch eine Gruppe von Frauen hat es besonders schwer, sich in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit zu verschaffen: Mütter, die ein lebensverkürzend erkranktes Kind haben. Oftmals müssen diese Frauen ohne helfenden Lebenspartner diese kräftezehrende und psychisch außerordentlich belastende Situation alleine bewältigend.

Anzeige

Zum Weltfrauentag möchten der Bundesverband Kinderhospiz das Augenmerk auf Frauen richten, die in der Öffentlichkeit gerne – mitunter sogar absichtlich – übersehen werden. Über 40.000 Mütter in Deutschland haben ein lebensverkürzend erkranktes Kind, und viele von ihnen müssen diese extreme Belastung alleine aushalten.

„Wenn eine Familie die Diagnose bekommt, dass ihr Kind unheilbar krank ist und in absehbarer Zeit sterben muss, bricht natürlich eine ganze Welt zusammen“, sagt Sabine Kraft. Die Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz setzt sich für Familien ein, die mit einer solchen Nachricht weiterleben müssen – und irgendwann auch ohne ihr Kind. Die Situation ist oft so belastend, dass Elternpaare dies nicht unbeschadet überstehen. „In vielen der von uns betreuten Familien haben sich die Eltern getrennt und die Mütter sind nun alleinerziehend für das kranke Kind zuständig“, so Kraft. Alleine zu allen Klinikterminen, alleine in allen medizinischen Krisen, alleine auch noch den Geschwisterkindern gerecht werden, alleine mit der ständigen Angst. Zum Weltfrauentag macht der Bundesverband Kinderhospiz auf Frauen in dieser Situation aufmerksam und fordert mehr gesellschaftliche Solidarität. „Viel zu oft hören wir, dass diese hochbelasteten Mütter auch noch damit zu kämpfen haben, dass das soziale Umfeld sich zurückzieht.“

Wertvolle Hilfe bekommen Betroffene von Kinderhospizeinrichtungen; außerdem hat der Bundesverband Kinderhospiz das OSKAR Sorgentelefon ins Leben gerufen. Hier finden Anrufende Halt und Rat bei allen Fragen zu lebensverkürzenden Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen.

Nicht nur Betroffene können sich an die 40 speziell geschulten Telefonberater wenden, auch Fachleute können sich hier informieren. (Quelle: Bundesveerband Kinderhospiz)

Wer Spenden möchte, hier die Angaben des Geldinstituts: Sparkasse Olpe, BIC WELADED1OPE IBAN DE03 4625 0049 0000 0290 33

Weitere Informationen:
www.bundesverband-kinderhospiz.de
www.oskar-sorgentelefon.de
www.facebook.com/BundesverbandKinderhospiz