Birgit Mayer gewann IDEE-Förderpreis 2005


Der 2. Preis ging an Dr. Dr. Larissa Vasilets aus Leipzig; der 3. Preis wurde an Frau Dr. Adriana Tamachkiarow aus Duisburg verliehen.

Der vom Hamburger Unternehmer Albert Darboven seit 1997 verliehen IDEE-Förderpreis richtet sich ausschließlich an Frauen, an Jungunternehmerinnen und angehende Existenzgründerinnen, deren unternehmerische Initiative und Mut zur Existenzgründung gefördert und auch belohnt werden sollen. Und so ist dieser, mittlerweile mit 75.000 Euro dotierte, Förderpreis mehr als ein Symbol. Er trägt dazu bei, das vielfach immer noch unterschätzte unternehmerische Potential von Frauen in unserer Gesellschaft aufzuzeigen und deutliche Zeichen mit Vorbildcharakter zu setzen. Dieser Wettbewerb soll und wird Frauen bestärken, mit Zuversicht und Selbstvertrauen ihre eigenen Geschäftsideen zu verfolgen und umzusetzen.

"In einer weitgehend von Männern geprägten Wirtschaftswelt haben es neue und unkonventionelle Ideen besonders schwer, wenn diese von Frauen vorgetragen und vorangetrieben werden", befindet der Hamburger Unternehmer Albert Darboven. "Aber gerade die zukunftsfähigen Ideen in Kombination mit unternehmerischem Gespür für das Machbare und der nötigen Portion Ehrgeiz sind es, die der derzeitigen wirtschaftlichen Resignation entgegenwirken", so Darboven weiter, "und es ist mein Anliegen, hier ein wenig die Steine aus dem Weg zu räumen und gerade Frauen Mut zu machen, in der heutigen Zeit den schwierigen Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen."

Die Bewerbungen der letzten Jahre für den IDEE-Förderpreis ” 2005 waren es immerhin gut 1.200 ” zeigen, wieviel kreatives Gründungspotential und wieviel außergewöhnlich großes Engagement Frauen an den Tag legen. Und sie belegen auch eindrucksvoll, wie mit weiblicher Tatkraft und Beharrlichkeit aus einer guten Idee ein tragfähiges Unternehmenskonzept entsteht und damit neue und sichere Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen werden.

Zur Person:
Birgit Mayer (1962) studierte im Anschluss an ihre Ausbildung zur Programmiererin Informatik an der Ingenieurhochschule Dresden. Während ihrer Tätigkeit als Operator im Datenverarbeitungszentrum Karl-Marx-Stadt absolvierte sie ein Fernstudium an der Fachhochschule Görlitz. Mit der beruflichen Neuorientierung folgten Weiterbildungen im kaufmännischen Bereich, bis hin zu einer Tätigkeit als Einkaufs- und Vertriebsleiterin. 2002 gründete sie als alleinige Geschäftsführerin die WF Wabenfabrik GmbH.

Ihre IDEE:
Das Unternehmen entwickelt und produziert Papp-Waben auf Basis von Recyclingpapier. Durch die Verwendung unterschiedlicher Papiere, Wellengrößen und Kleber werden kundenspezifische Eigenschaften der Wabenplatte erreicht. Neben der Möbelindustrie, dem Karavan-, Messe- und Ladenbau liegt das Haupteinsatzgebiet in der Automobilbranche. Dort kommen die Papp-Waben serienmäßig in Hutablagen, Ersatzradabdeckungen, Ladeböden und Schiebedächern zum Einsatz. Die Wabenfabrik produziert sofort auf “Endmaß”, wodurch Material eingespart wird. Durch den Einsatz verschiedenster Waben wird im Vergleich zu den bisher eingebauten Teilen vor allem das Gewicht der Teile reduziert und teurere Materialien werden ersetzt.

Die Zukunft:
Derzeit testet das Unternehmen neue Einsatzbereiche. So produziert die Wabenfabrik seit kurzem schwer entflammbare Waben, ebenfalls auf Recyclingpapierbasis. Durch diese Entwicklung sind künftig weitere Einsatzmöglichkeiten zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Messebau gegeben. Des Weiteren werden erstmalig “nassfeste” Waben gefertigt, die somit außenhauttauglich sind und daher auch für Kofferaufbauten angewendet werden können.