SOS-Kinderdörfer weltweit: Somaliland stellt weibliche Genitalverstümmelung unter Strafe

 

München. – Wichtiger Erfolg im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung: Die qualvolle und brutale Praxis soll in Kürze in Somaliland unter Strafe gestellt werden. Dies teilten die SOS-Kinderdörfer weltweit mit.

Das Land am Horn von Afrika weist eine der höchsten Beschneidungsquoten weltweit auf: “98 Prozent aller Mädchen und Frauen in Somaliland sind beschnitten”, sagt Mustefa Adow, Programmdirektor der SOS-Kinderdörfer in Somalia und Somaliland.

Nach Angaben der Hilfsorganisation wird das Parlament in den nächsten Wochen ein entsprechendes Gesetz verabschieden. Die SOS-Kinderdörfer werten das auch als Verdienst für ihr jahrzehntelanges Engagement gegen die weibliche Genitalverstümmelung (engl: female genital mutilation, kurz: FGM) in dem Land.

Auch viele andere Länder wie Ägypten, Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste oder Eritrea haben in den letzten Jahrzehnten Gesetze gegen FGM erlassen. Doch häufig scheitert es an der Umsetzung

Weltweit seien aktuell 200 Millionen Mädchen und Frauen beschnitten, heißt es weiter in der Meldung SOS-Kinderdörfer. FGM werde in etwa 30 Ländern in Afrika, dem Mittleren Osten und Asien angewandt. Die weibliche Beschneidung hat keinerlei gesundheitlichen Nutzen, betroffene Frauen leiden oft ihr Leben lang unter Schmerzen, Infektionen, Zysten oder Komplikationen bei der Geburt. Immer wieder kommt es auch zu Todesfällen.
(Quelle: SOS-Kinderdörfer weltweit)


Weitere Informationen:
www.sos-kinderdoerfer.de