Brillanten im Weltall


Allzu oft vergessen wir die Gefahren, die vom Himmel stürzen. Können! Können! Und wahrscheinlich bald wieder werden. Der letzte Gau liegt inzwischen 65 Millionen Jährchen zurück, da wäre es mal wieder an der Zeit, finden jene Wissenschaftler, die ihren Kürbis so gerne zum Thema in die Kamera halten. Diesen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern – (Fällt Ihnen übrigens nicht auch auf, dass viele von ihnen, sagen wir mal, ganz besondere Erscheinungen sind? Aber lassen wir das. Wer sucht sich schon seine Eltern aus) – diesen klugen, aber nicht immer dem heutigen Schönheitsideal entsprechenden Menschen also stehen mit der Computersimulation so krasse Möglichkeiten offen wie noch nie in der kurzen Geschichte der Menschheit.

Leicht beeinflussbare Gemüter wähnen sich bereits nach wenigen Minuten mitten drin im Geschehen, umtost von sterbenden oder in den Wehen liegenden, weil gebärenden Sternen, von höllenheißen Feuerbällen, stellaren Gaswolken gigantischen Ausmaßes und ringen unbewusst nach Luft. Bis die Werbung sie in die relativ unspektakuläre irdische Wirklichkeit zurückholt. Puh, schnell ein Bierchen aus dem Kühlschrank holen, bevor die Katastrophen erneut hereinbrechen.

Es geht weiter mit wüstem Chaos aus Gas, Schwarzen Löchern, Roten Riesen, Weißen Zwergen und, Paralleluniversen, es zischt, brodelt, knallt, explodiert, detoniert, stürzt ein, bricht aus, wütet … einfach toll, was die Computer heute so alles vermögen!

Und man erfährt immer wieder Neues, was man so niemals vermutet hätte. Kürzlich verkündete ein renommierter Professor aus Österreich (gut, dafür kann er ja nicht), es werde in einer ganz, also wirklich gaaanz weit entfernten Zukunft unser komplettes Universum zerreißen! Komplett mit Raum und Zeit. Schluck. Wir lassen das jetzt mal unkommentiert. Weil, was soll man dazu sagen … nix.

Zuweilen hören wir aber auch Erfreuliches. Eine Theorie besagt, dass der innerste Kern eines jeden Weißen Zwerges aus unvorstellbar dichtgepresstem Kohlenstoff besteht. Aus Diamant!! Da kommen Frauen ins Schwärmen. Wobei, niemals wird ein Diamantschleifer an diese Superschätze herankommen. Sehr schade, sehr, sehr schade. Die Karatzahlen, die draußen im Weltall herumschwirren, ungerechnet in Ringe, Colliers, Diademe, Armbänder, Ohrstecker!

Das Weltall ist eines der faszinierendsten Themen überhaupt. Weshalb wir immer wieder diesen Sender einschalten und die unglaublichen Computersimulationen genießen. Auch wenn sich alles in ganz, also gaaanz ferner Zukunft für immer auflöst, pflanzen wir heute noch ein Apfelbäumchen. Oh und der Apfelkuchen im Rohr duftet auch schon ganz, also gaaanz wunderbar – galaktisch gut! Aber bitte mit Sahne!
Text und Foto: Doris Losch