FCZB startet ins Jahr 2018 mit energievoller Frauenpower

Berlin. – Zwar hat das Jahr 2018 bereits mehr als einen ganzen Monat vernascht, dennoch möchten wir unseren Leserinnen nicht vorenthalten, welche Gedanken sich Katrin Schwahlen und Katharina Kirchhoff für das Team vom FrauenComputerZentrumBerlin (FCZB) zum neuen Jahr gemacht haben.

Liebe Leserinnen und Leser,

ein neues Jahr ist auch immer mit neuen Entscheidungen verbunden. Oft stehen wir vor der Wahl: Wohin geht es dieses Jahr in den Urlaub? Soll ich mich beruflich verändern? Soll ich das mit der Familiengründung endlich wagen?

Freuen wir uns doch darüber, die Wahl zu haben. Denn es ist gerade mal 100 Jahre her, dass das politische Frauenwahlrecht in Deutschland eingeführt wurde (übrigens 65 Jahre später als in Kolumbien). Erst nach 1969 wurde eine verheiratete Frau als geschäftsfähig angesehen. Bis 1977 brauchte eine Frau, die arbeiten gehen wollte, dafür die Erlaubnis ihres Ehemanns.

So gesehen haben Frauen in den vergangenen Jahrzehnten jede Menge Wahlmöglichkeiten erkämpft, um politisch gleichberechtigt zu sein.

Andererseits ist mit Donald Trump ein Mann amerikanischer Präsident geworden, der verächtlich über Frauen redet, dem sexuelle Übergriffe vorgeworfen werden, der sich kaum um Frauen- und Menschenrechte schert. Kein Wunder, dass die Frauenbewegung in den USA seit einem Jahr großen Zulauf hat – das haben wir gerade erst am vergangenen Sonntag beim Women’s March [am 21. Januar 2018 – Anm.d.Red.] gesehen.

Starke Frauenbewegungen sind auch in Deutschland wichtig und nötig; denn noch immer verdienen Frauen weniger als Männer, sitzen seltener in Aufsichtsräten und Ausschüssen, sind weniger im Bundestag vertreten. Und noch ist völlig unklar, wie sich eine erneute große Koalition auf die Frauen- und Gleichstellungsarbeit auswirken wird.

So schön kann Lernen sein: Die Räume des FCZB befinden sich auf drei Etagen im Hinterhaus eines ehemaligen Fabrikgebäudes aus der Gründerzeit – mit Spreeblick. Foto: ©FCZB

Deswegen unterstützt das FrauenComputerZentrumBerlin auch 2018 Frauen bei ihrem (beruflichen) Wiedereinstieg – unabhängig von Herkunft, gesundheitlichen Einschränkungen und Vorwissen. Unsere Teilnehmerinnen entscheiden selbst, wie sie ihre beruflichen Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten erweitern. Denn bei uns haben sie die Wahl, ihre Zukunft selbstbestimmt und unabhängig zu entscheiden.

Apropos Wahl: Im Februar beginnt unsere Blogserie „Frauen haben die Wahl – oder nicht?“ Einmal im Monat beleuchten wir das Thema aus politischer, persönlicher, unterhaltsamer oder ganz anderer Sicht – und freuen uns, wenn Sie mit einem Gastbeitrag mitmachen. Schicken Sie Ihre ausgewählten Gedanken an presse@fczb.de.

Außerdem sind wir wieder viel in der Stadt unterwegs, um unser Angebot bekanntzumachen oder uns gemeinsam mit anderen Projekten für die Interessen und Rechte von Frauen einzusetzen. Am 20. Februar können Sie uns am Infostand auf der Jobbörse für Geflüchtete im Hotel ESTREL besuchen. Rund um den 8. März beteiligen wir uns an den Veranstaltungen zum Frauenmärz in Kreuzberg und Neukölln. Details gibt es in Kürze auf unserer Website und auf den Seiten der bezirklichen Gleichstellungsbeauftragten.

Im letzten Newsletter haben wir Ihnen unsere neue Geschäftsführerin Dr. Karin Reichel vorgestellt. Sie möchte sich gerne mit Projektpartner_innen austauschen und freut sich über die Kontaktaufnahme per E-Mail an reichel@fczb.de.

Keine Wahl haben wir beim Wetter: Et kütt, wie et kütt. Aber eins ist sicher: Die Tage werden wieder länger und heller. Genießen Sie sie und bleiben Sie uns gewogen.

Herzliche Grüße
Katrin Schwahlen und Katharina Kirchhoff für das FCZB-Team
(Quelle: Fotos und Text mit freundlicher Genehmigung des FrauenComputerZentrumBerlin e.V.)


Weitere Informationen:

www.fczb.de

Titelbild: Geschäftsführerin Dr. Karin Reichel (3.v.l.) mit dem FCZB-Team. Foto: ©FCZB