Holzfassreifung – aktueller Trend bei Craft Beer

Bildunterschrift: Hopfen. Foto: © Bayerischer Brauerbund

 

Die internationale Craft Beer-Bewegung hat auch in Bayern Impulse für neue Bier-Kreationen hervorgerufen. Zumeist sind es kleine, sehr experimentierfreudige Brauereien. Sie überraschen mit neu interpretierten Bieren wie etwa Pale Ale, Stout, Porter oder Weißbierbock.

Doch es geht noch weiter: Holzfassreifung heißt aktuell das Stichwort. Nach dem handwerklichen Spiel mit Wasser, Malz, Hopfen und Hefe, werden jetzt Craft Beer-Kreationen in Holzfässen – ähnlich wie Wein – gelagert.

Die Bloggerin Mareike Hasenbeck (Feiner Hopfen) schreibt dazu: „Whisky, Sherry oder Muscatel: Der aktuelle Trend der weltweiten Craft-Beer-Szene heißt Fassreifung. Kreativ-Brauer legen ihre besonderen Sude monatelang in vorbelegte Holzfässer, um ein individuelles Aroma zu erzielen.

Durch die internationale Craft-Beer-Bewegung wächst die Sorten- und somit auch die Geschmacksvielfalt enorm. Junge Brauer graben uralte Rezepte aus oder interpretieren bestehende Bierstile völlig neu. Jetzt entdecken kreative Hopfenkünstler eine weitere spannende Aroma-Palette: Sie legen ihre Bierspezialitäten monatelang in Holzfässer, um dort neue Geschmackserlebnisse zu schaffen – zum Beispiel durch Bier mit Kokos-, Walnuss-, Vanille- oder Marzipan-Aroma.“

 


Bildunterschrift:
Interessantes Farbenspiel verschiedener bayerischer Biere.
Foto: © Bayerischer Brauerbund


Bayerische Brauer blicken auf eine lange Brautradition zurück. Immerhin wurde 2016 das 500. Jubiläum des Reinheitsgebotes gefeiert. Handwerklich gebraut wurde hier schon immer. Heutzutage erweitern junge bayerische Brauer die bestehende Biervielfalt mit durchaus eigenwilligen Craft-Beer-Kreationen. Auch hat es die Craft-Beer-Welle geschafft, neue Konsumenten, insbesondere Frauen, für sich zu gewinnen. Die edlen Bier-Kreationen stilisieren Bier zu einem besonders hochwertigen Getränk mit Gourmetanspruch. Bier passt zu jedem Menügang – vom Aperitif über Fleisch, Geflügel, Wild und Fisch bis hin zum süßen oder pikanten Dessert.

Und nicht zu unterschätzen: Das Auge trinkt mit. Der Gaumen genießt einmal mehr, wenn die Bierkreationen in speziellen, bierstilgerechten Glasformen serviert werden!
Brigitte Karch


Weitere Informationen:
www.bayerisches-bier.de