Hochsaison für Spargelliebhaber


Offiziell wurde sie eröffnet durch den symbolischen Spatenstich von Landwirtschaftsminister Josef Miller in Hausen bei Forchheim, gemeinsam mit der fränkischen Spargelkönigin Kathrin Kupfer. Noch zwei Monate lang, bis zu Johanni am 24. Juni, können die Feinschmecker jetzt regionalen Spargel erntefrisch genießen.

Spargel hat sich inzwischen zum beliebtesten Frühlingsgemüse der Deutschen entwickelt. Und je frischer die zarten Stangen auf den Tisch kommen, desto besser schmecken sie ” ein Argument, um zum heimischen Spargel zu greifen, auch wenn er etwas teurer ist als Spargel aus dem südlichen Ausland. Seine Vorzüge sind unbestritten: sein hervorragender Geschmack, seine Bekömmlichkeit und sein hoher Gesundheitswert. Er ist kalorienarm, reich an Vitaminen ( C, E, Carotin, Vitamin-B-Komplex), die relativ seltene Folsäure, sowie Mineral- und Ballaststoffen. Spargel enthält sehr viel Eiweiß; wichtigster Eiweißbaustein ist die Asparaginsäure. Sie erhöht gemeinsam mit Kaliumsalzen und schwefelhaltigen ätherischen Ölen die Nierentätigkeit, wirkt also entwässernd, und ist neben den Saponinen die Ursache für den typischen aromatischen Geschmack. Deshalb sollte man Spargelkochwasser auch nicht wegschütten, sondern als Trinkbrühe oder in anderer Form weiter verwenden.

Hochwertigen Spargel erkennt man an den noch leicht saftigen Schnittflächen am unteren Ende, außerdem sind die Stangen nicht biegsam und die Köpfe fest geschlossen. In ein feuchtes Tuch eingeschlagen, hält sich Spargel im Kühlschrank etwa drei Tage frisch. Der weiße Bleichspargel wird bei uns von Feinschmeckern bevorzugt, während in vielen anderen Ländern und Kontinenten die dünneren grünen Spargelstangen auf den Tisch kommen.

Der gestiegenen Nachfrage zufolge wurde in Bayern die Anbaufläche für das Edelgemüse kontinuierlich vergrößert. Somit konnte 2006 eine Rekordernte von fast 8 000 Tonnen erzielt werden. Im Gebiet um Schrobenhausen wird rund 40 Prozent des bayerischen Spargels erzeugt, gefolgt vom unterfränkischen Maingebiet mit etwa 20 Prozent. Der Rest entfällt auf die drei weiteren kleineren Anbauregionen in Niederbayern, Mittel- und Oberfranken. Der milde Winter und der Einsatz von Folien haben in diesem Jahr für einen besonders frühen Erntebeginn Ende März gesorgt. Und so dauert die Spargel-Hochsaison in diesem Jahr fast drei Monate.

Interessant für Spargel-Fans: das Europäische Spargelmuseum in Schrobenhausen. Hier erfährt man alles rund um den Spargel wie Geschichte, Botanik, Anbau, Kunst und Kuriositäten.
Weitere Informationen: Tel. (08252) 909850;
www.schrobenhausen.de

(Der Link wurde am 03.05.2007 getestet.)