NABU stellt 250 Mostereien vor: Wo wird mein Obst zum Saft?

 

 

Wo aus eigenem Obst Saft hergestellt werden kann, zeigt der NABU in einer deutschlandweiten Liste. Insgesamt 250 mobile und stationäre Mostereien sind inzwischen registriert. Den 250. Eintrag beantragte die Lohnmosterei Bach aus Großenhain in Sachsen.Insgesamt sind in den neuen Bundesländern 74 Mostereien gelistet, also ein knappes Drittel aller deutschen Unternehmen.

 

Der NABU ruft alle Mosterei-Betriebe, die das Pressen von eigenem Saft in Deutschland anbieten, dazu auf, sich in der Liste registrieren zu lassen. Auch konkrete Angaben zu speziellen Dienstleistungen wie das Abfüllen in Bag-in-Box und Preisen sind möglich.

 

Die höchste Anzahl der Mostereien zählt mit insgesamt 52 das „Streuobstland Nummer 1“ Baden-Württemberg. Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen folgen mit je 29 Mostereien auf dem zweiten Platz.

 

80 der 250 Mostereien sind „mobile Mostereien“, die auf Fahrzeugen transportiert werden und so zum Endkunden kommen. „Das ist eine sehr dynamische Entwicklung: Vor 20 Jahren gab es noch keine mobilen Mostereien in Deutschland. Inzwischen haben wir Regionen, in denen die mobilen Mostereien eine wichtige Grundlage für die Erhaltung und Bewirtschaftung der Streuobstwiesen sind“, so Rösler. Die mobilen Mostereien in Deutschland pressen nach Schätzungen des NABU-Bundesfachausschusses Streuobst inzwischen jährlich weit über fünf Millionen Liter Apfel- und Birnensaft.

 

Weitere Informationen:
www.streuobst.de
www.nabu.de

 

Titelbild: Alte Apfelsorten von Streuobstwiesen. Foto: NABU/B. Schaller