DWI: Klasse Niveau im Vorentscheid zur Wahl der Deutschen Weinkönigin

Über drei Stunden präsentierten sich zwölf junge Damen im Saalbau von Neustadt an der Weinstraße durchweg als echte Weinfachfrauen. Alle zwölf Kandidatinnen haben ein Jahr lang eines der deutschen Weinanbaugebiete vertreten, einzig die Weinkönigin des Mittelrheins verzichtete aus beruflichen Gründen auf ihre Teilnahme. Monika Christmann (Leiterin des Instituts für Önologie an der Hochschule Geisenheim und OIV-Präsidentin), Werner Engelhard (Chefredakteur des Branchenmagazins Wein+Markt), Werner Eckert (Leiter der Umweltredaktion SWR Fernsehen) und Felicity Carter (Chefredakteurin des internationalen Weinmagazins Meininger‘s Wine Business International) bildeten die Masterjury. Sie stellten durchaus knifflige Fragen zu Weinmarketing, Weinherstellung sowie zum Umgang mit Wein und erwarteten zudem wohl formulierte Antworten in fließendem Englisch. Vor über 800 begeisterten Zuschauern überzeugten dabei die Finalistinnen die 70-köpfige Jury mit ihrem Auftritt.

 

 

Bildtext (o.): Die Finalistinnen, von links: Isabelle Willersinn (Rheinhessen), Stefanie Schwarz (Württemberg), Katharina Fladung (Rheingau). Foto: DWI

 

So erläuterte Katharina Fladung aus dem Rheingau unter den lautstarken Anfeuerungsrufen ihrer Fans souverän den Unterschied zwischen Weißherbst und Rosé. Lisa Dieterichs von der Mosel erzählte mit „viel Adrenalin im Blut“, aber dennoch fließendem Englisch über die Initiative „Generation Riesling“ und erklärte, welche Anforderungen an einen Grundwein für die Sektherstellung gestellt werden. Welche Chancen Messen und andere Veranstaltungen für die Weinvermarktung bieten, formulierte Stefanie Schwarz aus Württemberg ebenso gekonnt, wie die Zubereitung von Orange Wine. Josefine Schlumberger aus Baden hatte den Unterschied zwischen oxidativem und reduktivem Ausbau parat und gab eine perfekte Empfehlung des passenden Rotweins zu Fisch und Meeresfrüchten. Schlagfertig und mit der richtigen Antwort zum biologischen Säureabbau präsentierte sich Caroline Guthier von der Hessischen Bergstraße. Die Rheinhessin Isabelle Willersinn war über veganen Wein voll im Bilde und erklärte mit Lockerheit auf Englisch, was Eiswein ausmacht.

 

Die Finalistinnen kamen auch eingebauten Fehlern in Weinnachrichten auf die Spur und korrigierten diese souverän. Spontaneität und Eloquenz bewiesen sie überdies in einem Schnellratequiz. Hier mussten sich zwei Kandidatinnen im direkten Duell gegeneinander behaupten.

Bildtext (o.): Josefine Schlumberger (Baden), Lisa Dieterichs (Mosel), Caroline Guthier (Hessische Bergstraße). Foto: DWI

 

Die Entscheidung, wer von den sechs Finalistinnen die 67. Deutsche Weinkönigin wird, fällt am Freitag, 25. September, wenn sie in der großen Wahlgala charmant ihr Können und Auftreten erneut unter Beweis stellen müssen. Die neue Deutsche Weinkönigin wird den Wein aus den deutschen Anbaugebieten ein Jahr lang auf rund 200 Terminen rund um den Globus vertreten.

Weitere Informationen:
www.deutscheweine.de 
www.deutscheweinkoenigin.de 
www.swr.de

Titelbild: Nach energiegeladenem Vorentscheid: Pure Lebensfreude, echte Begeisterung und sprühender Jubel die erfolgreichen Finalistinnen (v.l.): Isabelle Willersinn (Rheinhessen), Stefanie Schwarz (Württemberg), Katharina Fladung (Rheingau), Josefine Schlumberger (Baden), Lisa Dieterichs (Mosel), Caroline Guthier (Hessische Bergstraße). Am Freitag, 25. September 2015 wissen es die sechs jungen Damen und alle anderen auch – „the Winner is …“. Foto: Deutsches Weininstitut