LVBM: Käse genießen – trotz Laktoseintoleranz?

Betroffene vertragen Milchzucker (Laktose) nicht, da ihnen das Enzym Laktase fehlt oder es nicht in ausreichender Menge vorliegt. Der Verzehr von Milchprodukten kann bei ihnen zu Beschwerden wie Bauchschmerzen führen. Trotz dieser Unverträglichkeit ist es oft möglich, Käse zu genießen.

Denn: Viele Sorten sind aufgrund von Reifung frei von Milchzucker. Je länger Käse reift, desto niedriger ist sein Laktosegehalt. Vor allem Hart- und Schnittkäse wie Allgäuer Emmentaler, Bergkäse, Tilsiter und Butterkäse sind in der Regel gut verträglich. Auch Weichkäsesorten und Sauermilchkäse weisen nur kleine Mengen an Milchzucker auf, da der größte Teil zu Beginn des Reifeprozesses in Milchsäure umgewandelt wird. Einige Hersteller kennzeichnen diese Käsesorten mit "von Natur aus laktosefrei“. Dabei gilt ein Produkt als milchzuckerfrei und verträglich, wenn es weniger als 0,1 Gramm Milchzucker je 100 Gramm Lebensmittel enthält. 

Tipp: Wer wegen einer Unverträglichkeit den Verzehr von Milchprodukten einschränken muss, sollte darauf achten, genügend Calcium aufzunehmen. Hier hilft Käse: Bei einem Milchzuckergehalt von weniger als 0,1 Gramm weisen 100 Gramm Emmentaler 1.030 Milligramm Calcium auf. Dies entspricht der empfohlenen Tagesdosis für Erwachsene von 1.000 Milligramm.

Weitere Informationen:
www.milchland-bayern.de

Titelbild: Menschen mit Laktoseintoleranz müssen nicht auf den Genuss von Käse verzichten. Hartkäse wie Allgäuer Emmentaler sind aufgrund ihrer langen Reifeperiode von Natur aus milchzuckerfrei. Foto: LVBM; Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft