Weihnachtstees: Auf geprüfte Qualität achten!


Bei uns nimmt die Zahl der Teetrinker immer dann zu, wenn es draußen stürmt und schneit oder “Stein und Bein” friert, denn nichts sorgt im Winter so für eine wohlige Wärme von innen wie eine dampfende Tasse Tee. Doch wie gesund ist Tee?

Schwarzer und grüner Tee weckt alle guten Lebensgeister ” er regt an, ohne aufzuregen. Bei entsprechender Zubereitung wirkt er sogar beruhigend, was in unserer hektischen Zeit nicht hoch genug einzuschätzen ist. Das im Tee enthaltene Alkaloid Tein wirkt nicht wie Koffein auf Herz und Kreislauf, sondern auf das Zentralnervensystem; Tee erhöht die Konzentration, beruhigt aber gleichzeitig durch die darin enthaltenen Gerbstoffe Magen und Darm.
In den ersten zwei Minuten des Ziehens gibt er sein Tein ab und wirkt dann anregend, nach drei bis fünf Minuten kommt seine beruhigende Wirkung zum Vorschein.

Durch Mineralstoffe und Vitamin B fördert Tee auch die körperliche Leistungsfähigkeit. Ernährungsphysiologen haben zudem herausgefunden, dass grüner Tee bekömmlicher ist als schwarzer.

Zur Weihnachtszeit wird auch gerne Tee getrunken, dem eines der typischen “Weihnachtsaromen” beigemengt ist. Dies trifft auch auf viele Kräuter- und Früchtetees zu. So gibt es Tees, die nach Gewürzen wie Zimt, Anis, Nelken, Kardamom, Vanille, nach Rum, gebrannten Mandeln oder sogar Bratäpfeln schmecken. Zur Zeit ist Sahne-Karamell-Geschmack beliebt. So konnten aromatisierte Kräuter- und Früchtetee-Mischungen laut Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e.V (WKF) im vergangenen Jahr um 10,2 Prozent zulegen. Zusätze von Apfelstücken, Orangen- und Zitronenschalen, Holunderbeeren, Kokosraspeln oder Kakaoschalen sind nicht selten. Bei solchen Tees kann die Gefahr bestehen, dass in den Tees Schadstoffe gefunden werden. Über solche problematischen Inhaltsstoffe informiert das SGS Institut Fresenius in Taunusstein.

Nach dem Leitsätzen für “Tee, teeähnliche Erzeugnisse, deren Extrakte und Zubereitungen” dürfen Schwarz- und Grüntee zur Aromatisierung mit geruchs- oder geschmacksgebenden Stoffen, wie ätherische Pflanzenöle, getrocknete Blüten, Fruchtstücke oder “schalen versetzt werden. Künstliche Aromastoffe sind verboten, erlaubt sind ausschließlich natürliche und naturidentische Aromen,dazu Fruchtsäfte oder aromagebende Trinkbranntweine wie Rum, Arrak oder Whisky. Auch Tee-Extrakte,wie Instant-Zitronentee,und teeähnliche Erzeugnisse, spricht Kräuter- und Früchtetees, dürfen nur natürliche oder naturidentische Aromen enthalten.

Nachteilig bei Originalaromen oder pflanzlichen Zusätzen: Durch die natürlichen Ausgangsstoffe können Pestizide in die Tees gelangen, beispielsweise wenn sie von Zitronen-oder Orangenschalen oder daraus hergestellten Ölen oder natürlichen Aromen stammen.Um Tee-Liebhabern dennoch ungetrübten Genuss zu sichern, sind umfangreiche Kontrollen nötig. Zum Schutz der Verbraucher hat der Gesetzgeber zudem auf Bundes- wie auf EU-Ebene Rückstands-Höchstmengen festgelegt.

Viele Saisontees weisen als Zutat Zimt auf. In den letzten Monaten ist Zimt wegen seines natürlichen Inhaltsstoff Cumarin ins Gerede gekommen. Bei überhöhter Aufnahme kann dieses Gewürz bei empfindlichen Menschen zu erhöhten Leberenzymen im Blut und in schweren Fällen zu einer Entzündung der Leber führen. Nach Absetzen von Cumarin erholt sich die Leber allerdings wieder. Die Experten vom Analyseinstitut Fresenius, die über Erfahrung in quantitativen Cumarin-Messungen verfügen, sehen keinen Grund, auf den gelegentlichen Genuß von Zimttee zu verzichten, da durch die Verdünnung mit Wasser der Cumaringehalt des trinkfertigen Tees in aller Regel niedrig ausfällt. Kleinkinder, Schwangere und Menschen mit Leberschäden sollten allerdings lieber andere Teesorten trinken. Wer ganz sicher gehen will, sollte auf geprüfte Ware setzen. Ein weiterer Tipp der Experten: Wer Zitronentee selbst zubereitet, sollte unbehandelte oder Bio-Zitronen kaufen. brä