Restaurant Einstein: Koschere Küche


Koscher bedeutet übersetzt "erlaubt" nach den jüdischen Speisegesetzen, Kaschrut. Wer "glatt koscher" kocht, befolgt die Speisegesetze besonders konsequent.

Milchernes und Fleischernes werden unbedingt getrennt ("Du sollst das Böcklein nicht imn der Milch seiner Mutter zubereiten"). "Erlaubte" Tiere sind Paarhufer und Wiederkäuer. Rinder und Kälber sind erlaubt, Schweine nicht, denn sie sind zwar Paarhufer, aber keine Wiederkäuer. Züricher Geschnetzeltes wird man nie auf der koscheren Speisekarte finden – es sei denn, es wäre mit Sojamilch zubereitet. Gerichte mit Kuhmilch und Sahne dürfen frühestens sechs Stunden nach einer Fleischspeise gegessen werden. Dennoch gibt es in glatt koscheren Restaurants "sahnige" Desserts – sie werden einfach mit Sojamilch zubereitet und sind für lactoseempfindliche Gäste ideal.

Wein ist gestattet, sofern er die entsprechenden Koscher-Bedingungen erfüllt. Unter anderem dürfen die Reben erst ab dem vierten Jahr geerntet werden, im siebten Jahr – dem Schabbat-Jahr – überhaupt nicht. Bakterien und Enzyme dürfen nicht zugesetzt werden. Seit Mitte der 90-er-Jahre wird auch in Deutschland koscherer Wein abgefüllt (u.a. Rheinhessen). Nach dem deutschen oder bayerischen Reinheitsgebot gebraute Biere sind grundsätzlich koscher. Eine bayerische Brotzeit, bestehend aus hundertprozent kälbernen Weißwürsten und einem Weißbier ist also sozusagen glatt koscher.
Doris Losch

Weitere Informationen:
www.einstein-restaurant.de
www.dagusta.de

(Die Links wurden am 12.10.2009 getestet.)