VSB: Hanf – Entspannend, berauschend, gesund?

München. – Hanf ist eine Pflanze, die wertvolle Rohstoffe liefert: Fasern für Dämmstoffe und zur Papierherstellung, Samen zur Öl- oder Mehlgewinnung und Blätter für Tees und Getränke. Hanf enthält aber auch Cannabinoide als Grundlage für Cannabis, Hasch, Marihuana und Cannabidiol (CBD). Diese sind, außer zu medizinischen Zwecken, verboten – auch das nichtberauschende CBD. Entspannung, Rausch oder gesunde Alternativen?

Hanf hat den Ruf, sich positiv auf Blutdruck und Immunsystem auszuwirken. Solide Studien, die dies belegen, gibt es kaum. Dennoch sorgen Hanf-Lebensmittel für Abwechslung. Ganze Samen werden als Knabberartikel verspeist, gemahlene Samen finden als glutenfreies Mehl Verwendung. Die Blätter landen in Tees und Getränken und das Öl aus den Samen ist ernährungsphysiologisch wertvoll und schmeckt in Salaten, Mayonnaisen und Dressings.

Zur Lebensmittelherstellung angebaute Hanfpflanzen dürfen in der EU höchstens 0,2 Prozent der rauscherzeugenden Substanz Delta-9-THC enthalten. „Deshalb ist beim Kauf von Hanfprodukten außerhalb der EU Vorsicht geboten. Hier könnten höhere Konzentrationen vorliegen“, warnt Gisela Horlemann, Ökotrophologin beim VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB). Selbst regulär angebauter Hanf kann zu einer THC-Überdosierung führen, erklärt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Das bedeutet, dass Personen, die regelmäßig zu Hanfprodukten greifen, insbesondere Hanftees trinken oder Öl verwenden, eventuell eine die Grenzwerte überschreitende Menge an rauschhaltigen Substanzen einnehmen. „Verminderte Reaktionsfähigkeiten und Müdigkeit sind zu erwarten. Medikamente und Alkohol verstärken die Wirkung. Wir empfehlen Zurückhaltung, insbesondere für Kinder“, so Horlemann.

VSB-Tipp: Trendlebensmittel Hanf – gesund oder berauschend
(Quelle: VSB)

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