Pilze nach dem Kauf richtig aufbewahren!

Bildunterschrift: Behutsam in eine Schale gelegt, mit einem feuchten Tuch abgedeckt und dann gekühlt, so bleiben auch lose gekaufte Pilze frisch.
Foto: (c): GMH/BDC)

Bonn/Berlin. – Pilze gekauft, doch will man sie erst morgen oder übermorgen zubereiten. Wie bis dahin mit ihnen umgehen?

Das Wichtigste ist: kühl und dunkel aufbewahren – im kühlen Keller oder im Gemüsefach des Kühlschranks. Nur bei Zimmertemperatur sollten sie nicht liegen müssen und schon gar nicht in der Sonne. Wärme beschleunigt die Abbauprozesse in den Pilzen. Dann verkürzt sich ihre Haltbarkeit drastisch. Also direkt nach dem Kauf ab ins Kühle, dann halten sie ohne Weiteres zwei bis drei Tage.

Mindestens ebenso wichtig ist der Schutz vor unsanften Berührungen. Denn jede feste Berührung ruft unschöne, braune Stellen hervor, die beim Putzen mit entfernt werden sollten. So wenig wie möglich anfassen, lautet daher die Devise. Bei losen Pilzen ist das schwierig, insbesondere dann, wenn die Kunden sich selbst „die besten Pilze“ aussuchen dürfen. Auf dem Weg vom Kulturhaus bis in das Geschäft wird das Anfassen sorgsam vermieden. Nur einmal – nämlich bei der Ernte – werden sie berührt. Die Ernte erfolgt immer von Hand, denn keine Maschine erntet die Pilze so gefühlvoll wie geschulte Pflücker. Sie legen die Pilze ohne jede Druckstelle direkt in ihre Verpackung, umhüllen sie, dann wird gekühlt und ab geht es ins Geschäft.

Wer dort verpackte Pilze kauft, lässt sie am besten in ihrer Schale, bis sie in der Küche verwendet werden. Die dünne Folie, die Schale oder Karton umhüllt, ist atmungsaktiv und gibt überschüssige Feuchtigkeit nach außen ab. Lose gekaufte Pilze werden meist in ihrer Papiertüte aufbewahrt oder unverpackt im Kühlschrank gelagert. Dabei trocknen sie rasch aus. Besser ist, sie behutsam in eine Schale zu legen, über die man ein feuchtes Tuch deckt. Werden sie direkt in ein feuchtes Tuch gewickelt, liegen sie meist zu nass und es bildet sich eine dünne Schleimschicht auf den Pilzen. Und in Milch einlegen? Das ist ein altes Hausrezept, das bereits geschrumpelte Pilze wieder frisch machen soll. Sofort verbrauchen ist die bessere Alternative.

Übrigens, Pilze weisen oft einen weißen Pelz am Fuß des Stiels auf. Keine Angst, Schimmel ist das nicht. Es sind Pilzwurzeln, Myzel, die sich nach der Ernte neu gebildet haben. Sie sind ein Zeichen für die Vitalität der Pilze. Wer sich daran stört, schneidet sie ab. Sie können aber auch mitgegessen werden. Bei großen, bereits geöffneten Champignons, die meist noch aromatischer schmecken als die noch geschlossenen Pilze, sind die braunen Staubringe unter den Hüten ein weiteres Zeichen für ihre Lebendigkeit. Es sind Sporen, die aus den Lamellen herausfallen. In der Natur würden sie für Pilznachwuchs sorgen. Auch sie müssen weder abgeputzt noch abgewaschen werden.

Im Übrigen ist die Nase ein guter Indikator für die Frische der Pilze. Erdig, aromatisch nach Wald sollten sie riechen. Dann sind sie voller Geschmack und dürfen bedenkenlos gegessen werden.
(Quelle: GMH/BDC)

Weitere Informationen:
www.gesunde-pilze.de
https://www.gruenes-medienhaus.de/artikel/18637