Charity Heels feiert ersten Geburtstag

 

 

 

 

Genau genommen ist die Idee vor rund fünf Jahren entstanden. Bianka Bös arbeitete damals als erfolgreiche Managerin in den Bereichen Personal, Finanzwesen und Controlling. „Ich habe gutes Geld verdient. Aber ich wollte mich selbständig machen und etwas tun, für das ich brenne. Und das sind Schuhe“.“

 

Bildunterschrift (o.): Bianka Bös im Lager: Alles für Sie meine Damen! Bianka Bös lädt ein zum Schwelgen in High Heels. Foto: Charity Heels.

Das erste Mal ist Bianka Bös, die in Schleswig-Holstein aufgewachsen ist, mit außergewöhnlichen Schuhen in Hamburg in Berührung gekommen, und zwar auf der Reeperbahn. „Dort gab es Geschäfte mit ausgesprochen modischen Schuhen.“ Sie hat sich damals quasi mit dem Schuh-Virus infiziert. Voll zum Ausbruch kam er dann vor fünf Jahren. Sie entwickelte einen Businessplan, der von Banken ohne viele Bedenken für eine Start up-Finanzierung akzeptiert worden ist – schließlich ist sie Management- und Finanzexpertin und war somit eine kompetente Gesprächspartnerin. „Ganz wichtig war mir von Anfang an der Charity-Aspekt, etwas was mein Leben ausfüllt, eine ideale Kombination von Schuhen und Charitiy eben.“ Schließlich gehörten Charity-Events und High Heels auf dem Roten Teppich zusammen.

 

 

Bildunterschrift (l.):  Frauenträume werden wahr! Und dienen zudem einem guten Zweck, nämlich der Regine Sixt Kinderhilfe Stiftung Tränchen Trocknen. Foto: Charity Heels

 

 

 

 

Relativ schnell hat Bianca Bös einen Partner für ihre  Geschäftsidee gefunden: die Regine Sixt Kinderhilfe Stiftung Tränchen Trocknen. Wer verkaufen will, muss mindestens ein Prozent an diese Stiftung spenden. Heelbopps hat zum Einstieg sogar mehr als zehn Prozent des Verkaufspreises gespendet. Einmal jährlich veranstaltet Bianka Bös einen Charity Sale. „Dann spenden wir den gesamten Erlös.“

Marktplatz ist das Internet. Schuhgeschäfte und Schuhverkäufer, aber auch Privatleute können dort Luxusschuhe zu einem festgelegten Preis einstellen, neu oder Secondhand. Wobei freilich Second Hand bedeutet, dass die Modelle höchstens einmal getragen sind. Die Schuhe – Preissegment Euro 500 plus – müssen neu bis neuwertig sein.

Privat besitzt die Unternehmerin rund 200 Paar Schuhe, mindestens. Neulich hat sie gnadenlos aussortiert. Der Bestand ist darauf hin von etwas über 200 Paar auf etwas unter 200 Paar „geschrumpft“.

Nach Meinung von Bianka Bös sind auch Frauen Jägerinnen und Sammlerinnen und lebten das heute eben in puncto Schuhe aus. „Viele Frauen besitzen mehr Schuhe als sie jemals brauchen. Manche haben sogar eine Art ‚Schuhschrein‘, in dem sie ihre sündteuren Lieblinge in der Wohnung ausstellen.“

Es sind aber nicht nur Frauen, die bei Charity Heels einkaufen. „In den Tagen vor dem Valentinstag haben Männer kräftig geordert. Sie wollten ihren Frauen mit Schuhen am 14. Februar eine Freude bereiten.“

 

 

Die Auswahl der High Heels enthält klingende Namen. Labels wie Louboutin, Prada, Gucci, Minna Parikka und viele andere lassen die Internetsurferinnen dahinschmelzen bzw. treiben deren Blutdruck in die Höhe. Nicht zuletzt zur Freude der Regine Sixt Kinderhilfe Stiftung.
Doris Losch

Weitere Informationen:
www.charity-Heels.com

Titelbild (im Detail) und l.): Für diese von der jungen deutschen Designerin Carolin Holzhuber entworfenen Schuhwerke braucht es Mut. Bianka Bös (links unten) hat ihn und präsentiert die extravaganten Schuhe auf der GDS. Foto: Charity Heels