Ingrid Baszenski: Erfolgreich in beruflicher Selbständigkeit


Dabei zeigt sich häufig: wer über eine fundierte Berufsausbildung und gleichermaßen über fachliche Kompetenz in seinem Berufsfeld verfügt, hat die besten Grundvoraussetzungen, um als Einzelkämpferin am Markt zu bestehen.

brikada sprach mit Ingrid Baszenski, die sich 2003 mit ihrem Unternehmen KNIB Consult, Konstanz, erfolgreich selbständig gemacht hat. Sie wurde von Newcome.de, dem offiziellen Internetportal für Existenzgründungen in Baden-Württemberg, zur Gründerin des Monats Februar 2005 gewählt.

Sie sind studierte Betriebswirtin und agieren seit rund 25 Jahren als Kommunikationsfachfrau. Welches waren die Gründe, um sich beruflich selbständig machten?
Es war schon immer mein Wunsch, im Rahmen einer selbständigen Tätigkeit eigene Ideen umzusetzen und am Erfolg direkt zu partizipieren.
Letztendlich war die allgemeine wirtschaftliche Lage dann ausschlaggebend, diesen Wunsch auch umzusetzen.

Ein Blick auf Ihre beachtliche Vita verrät: Sie verfügen über 25-jährige Berufserfahrung, davon 15 Jahre in leitender Funktion im Kommunikationsbereich, waren unter anderem in der Konsum-, Industrie- IT und Tourismusindustrie tätig und spezialisierten sich etwa auch auf die Bereiche Gesundheitswesen, Fitness, Wellness sowie Seniorenmarketing. Dieser langjährige berufliche Vorlauf hat Ihnen sicherlich dabei geholfen, den Weg in die Selbständigkeit zu beschreiten?
Mein langjähriges Know-how und die Palette der unterschiedlichsten Branchen waren sicherlich hilfreich für den Einstieg. Nach wie vor sind aber gerade für selbständige Unternehmerinnen Kreativität und ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal, die Marketingfachleute nennen dies USP (unique selling point oder proposition), gefragt.

Sie offerieren das Konzept: "Von der Ich AG zur Glücks-AG", dabei handelt es sich um ein individuelles Coaching für Existenzgründer.
Hierbei handelt es sich um ein mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördertes individuelles Coaching, mit dem ich mich speziell an Existenzgründer und Jungunternehmer wende. Dabei ist es für mich zweitrangig, ob sich jemand mit dem Modell des Überbrückungsgeldes oder des Existenzgründungs- zuschusses (Ich AG) selbständig macht. Inzwischen wird ja von der Agentur für Arbeit für beide Modelle ein Unternehmenskonzept gefordert. Die zukünftigen Unternehmer erhalten durch meine Consultingleistungen Hilfestellung von der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsidee bis hin zur erfolgreichen Markteinführung. Auch für die Existenzfestigung in den ersten Jahren nach der Gründung stehen Fördermittel für Beratung zur Verfügung.

Sie sind in der bundesweiten Gründerinnenagentur www.bga.de als Unternehmensberaterin für Existenzgründerinnen akkreditiert. Haben Sie dort bereits konkrete Projekte in Angriff nehmen können?
Gerade in Verbindung mit meiner Nominierung zur Gründerin des Monats habe ich einige neue Projekte in Angriff genommen. Darüber hinaus plane ich derzeit mit den Verantwortlichen der bga weitere öffentlichkeitswirksame Maßnahmen.

Sie werden auf der Marketingmesse in München am Donnerstag, 28. April 2005, einen Vortrag zum Thema "Erfolgreiche Marketingstrategien für KMUs und Start-ups" halten. Können Sie dazu schon einige inhaltliche Details mitteilen?
Mittelständler und Existenzgründer erfahren in meinem Vortrag, wie sie die AIDA-Formel anhand individueller Vermarktungskonzepte für ihren persönlichen Marketingerfolg nutzen können. Als langjährige Kommunikationsfachfrau gebe ich Tipps aus der Praxis und zeige, wie auch ein kleines Kommunikationsbudget effizient und wirkungsvoll eingesetzt werden kann.

Karitatives Engagement fällt vielen Existenzgründern, speziell in ihrer Aufbauphase, nicht leicht. Dennoch setzen Sie sich – parallel zu ihrer beruflichen Neuausrichtung – ehrenamtlich für das karitative Projekt "Augenlicht für Ceylon" ein. Was hat Sie bewogen, auch auf diesem Gebiet so aktiv tätig zu sein?
Getreu dem Motto: man muss nicht nur planen, sich ehrenamtlich zu engagieren, sondern dies auch in die Tat umsetzen, habe ich mich nach Veröffentlichungen in der regionalen Presse mit Frau Dr. Beer in Verbindung
gesetzt, und meine Hilfe angeboten. Dabei ging es mir nicht nur um eine einmalige, finanzielle Unterstützung, sondern um ein längerfristiges Engagement im Rahmen meines Know-hows. Was lag da näher, als die Planung und Umsetzung aller Marketing- und PR-Aktivitäten zu übernehmen? Sei es die Organisation einer Pressekonferenz, Interviews in TV, Hörfunk und in den Printmedien oder die Gestaltung von Flyern. Gerade bei kleinen gemeinnützigen Vereinen schätzen die Spender, dass sie einen Ansprechpartner für ihre Projekte und Fragen haben. Sie wissen auch, dass hier 99 Prozent aller Spenden in den Wiederaufbau des Projektes fließen, da die Verwaltungskosten fast komplett von einigen wenigen, ehrenamtlichen Helfern, übernommen werden. So entwickle ich nicht nur den monatlichen E-Newsletter, auch alle anfallenden Kosten gehen hier zu meinen Lasten. Ein Engagement, das sehr viel Freude macht!

Weitere Informationen über Ingrid Baszenski:
www.knib-consult.de

Internetportal für Existenzgründungen in Baden-Württemberg: www.newcome.de

Gründerinnenagentur:
www.bga.de

Karitatives Projekt "Augenlicht für Ceylon":
www.augenlicht-fuer-ceylon.de

(Die Links wurden am 18.4.2005 getestet.)

Das Gespräch führte Brigitte Karch