„Man muss mit Leib und Seele bei der Sache sein“


Die Kunden spüren es, dass die gelernte Hairstylistin aus Oelnitz (Vogtland) mit beeindruckendem handwerklichen Geschick voll bei der Sache ist. Die heute knapp 30-Jährige wollte ursprünglich nach Berlin gehen, kam aber "der Liebe wegen" in die bayerische Landeshauptstadt. Hier arbeitete sie eine Zeitlang beim Friseur-Unternehmen essanelle, wechselte dann zur Münchner Super Cut-Filiale (gehört zu essanelle) bei Oberpollinger in der Neuhauserstraße 18. Hier kann sie beim jungen, aufgeschlossenen Publikum ihrer Kreativität ungebremst freien Lauf lassen. Gleichwohl schätzen berufstätige Frauen und Hausfrauen ihre gestalterischen Fähigkeiten. Die ehrgeizige junge Frau will weitere Stufen auf der Karriereleiter erklimmen.

Warum haben Sie sich für den Beruf als Hairstylistin entschieden?
Als Friseuse zu arbeiten, war schon immer mein Traumberuf.

Welche Aufgaben gehören zu Ihrem Beruf?
Waschen, schneiden, auf Kundenwunsch auch föhnen, pflegen und färben. Auch berate ich die Kunden, bei Haarproblemen oder bei kosmetischen Fragen.

Warum wechselten Sie von Essanelle zu Super Cut?
Ich wollte von Anfang an noch mehr lernen und Berufserfahrungen sammeln. Auch ist das Arbeiten bei Super Cut locker und unkompliziert.

Sie waren vor einigen Wochen auf Tournee – um was handelte es sich dabei?
Das war eine ‚Vorher-Nachher‘-Aktion zur Typberatung-Typveränderung von essanelle. Die Kunden erhielten bei Vorlage eines Gutscheins einen typgerechten Haarschnitt und das passende Make-up. Das alles spielte sich in Regensburg, Ingolstadt, Augsburg und München vor viel Publikum und auf großen Bühnen ab.

Öffentliche Auftritte gehören ja nicht eben zur Standardausbildung einer Hairstylistin. Hatten Sie Lampenfieber vor vielen Menschen zu sprechen?
Ja, ich musste es erst lernen meine Angst zu überwinden. Das klappte auch ganz gut, vor allem, weil ich zuvor an einem zweitägigen Moderatoren-Training auf diese neue Aufgabe vorbereitet wurde.

Welche Frisuren liegen derzeit im Trend?
Also bei den Farben sind derzeit warme Naturcolorits angesagt, wie etwa Lavarot, warme Rottöne. Strähnen in Goldblond und Rotblond sind derzeit ebenfalls trendy. Die Schnitte sind fransig und asymmetrisch gehalten. Bei den Stylings findet man zahlreiche individuelle Varianten, mal sehr business-like, mal sehr feminin.

Was raten Sie Berufsanfängerinnen?
Man muss mit Leib und Seele bei der Sache sein und eine Portion Idealismus mitbringen; denn viel Geld kann man als Friseuse nicht verdienen. Wichtig ist vor allem die Weiterbildung, damit man immer die aktuellen Trends ‚draufhat.

Wer gibt eigentlich mehr Trinkgeld: Frauen oder Männer?
Es sind eigentlich die Frauen, die sich großzügiger zeigen!

Was vermuten Sie, ist der Grund dafür?
Also darüber habe ich mir noch keinen Kopf gemacht.

Welches Berufsziel schwebt Ihnen vor?
Mein Wunschtraum wäre es, fürs Fernsehen oder für Zeitschriften als Maskenbildnerin zu arbeiten.

Das Gespräch führte Brigitte Karch