Die süße Leidenschaft der Alexandra Lang


Wer zum Nachtisch „nein“ sagt, der verpasst etwas, noch dazu, wenn er auch aus Meisterhand stammt – wie die Kreationen von Alexandra Lang.

Vor kurzem wurde sie zu Deutschlands „Pâtissière des Jahres 2010“ gekürt – als erste Frau überhaupt. Die Begeisterung für die Gastronomie wurde der sportlichen 26-Jährigen in die Wiege gelegt, denn ihr Vater ist Sternekoch Manfred Lang. Schon als kleines Mädchen schaute sie ihm gerne über die Schulter und half ihm in der Küche. Das Fundament ihrer eigenen Karriere legte sie mit einer Ausbildung zur Konditorin. Bereits mit zarten 20 Jahren brachte sie es zur Chef-Pâtissière im Sterne-Restaurant Wielandshöhe in Stuttgart. Später arbeitete sie unter Harald Wohlfahrt in der Schwarzwaldstube, bevor sie ins elterliche „Romantik Hotel Residenz am See“ in Meersburg zurückkehrte.

Wir sprachen mit Alexandra Lang über ihre süße Leidenschaft, ihr persönliches Lieblingsdessert und über ihre weiteren Zukunftspläne.

Sie sind die beste Pâtissière des Landes und damit die erste Frau, die mit diesem Titel ausgezeichnet wurde. Wie ist das zu erklären? Sind Frauen in Ihrer Zunft so selten?
Ich glaube, es gibt keine Erklärung dafür – es war einfach eine große Überraschung und eine riesige Freude. Ich würde nicht sagen, dass Frauen selten in unserem Metier sind, aber zurzeit gibt es, glaube ich, einfach noch mehr Männer. Warum das so ist, kann ich mir auch nicht erklären.

Wann haben Sie gemerkt, dass die Pâtisserie Ihre Leidenschaft ist?
Ich habe schon als kleines Kind, als ich meinem Vater in der Restaurantküche geholfen habe, gesagt: Das möchte ich werden! Dieses Ziel habe ich dann Schritt für Schritt umgesetzt und die Pâtisserie ist meine große Leidenschaft geworden. Man kann einfach unheimlich kreativ und phantasievoll in diesem Beruf sein.

Wie gewinnen Sie Ideen für neue süße Kreationen?
Probieren, probieren, probieren… Ich teste ständig viel Neues aus und experimentiere mit Anregungen, die ich mir aus Büchern, Seminaren oder auch Reisen ins Ausland hole.

Was schätzen Sie an einem Dessert und welches ist ihr persönliches Lieblingsdessert?
Ein Lieblingsdessert habe ich nicht wirklich. Für mich muss es einfach perfekt sein! Das Dessert ist schließlich der letzte Gang, den ein Gast serviert bekommt und hinterlässt damit den letzten Eindruck. Und dieser letzte Eindruck ist sehr wichtig! Der Geschmack steht natürlich im Vordergrund – aber auch die Optik sollte nicht zu kurz kommen.

Gibt es auch in der Pâtisserie so etwas wie Trends, Neu- oder Wiederentdeckungen?
Natürlich gibt es Trends und Wiederentdeckungen. Bei etwas völlig Neuem wäre ich allerdings skeptisch – das Fahrrad kann man ja zum Beispiel auch nicht neu erfinden. Und so ist es mit Produkten oder Zutaten in der Pâtisserie auch: Man kann alles abwandeln und neu kombinieren, aber die Grundlagen bleiben im Großen und Ganzen dieselben.

Welche Pläne haben Sie in Zukunft?
Irgendwann möchte ich natürlich gerne mein eigenes Café oder Restaurant eröffnen.
Quelle: food-pressedienst.de

Weitere Informationen:
www.food-pressedienst.de

Bildunterschrift: Alexandra Lang

(Der Link wurde am 18.12.2010 getestet.)