Christine Beisch: „Begeisterung und Leidenschaft für den Wein“


Kein Wunder, schließlich hat sie den Rebensaft ihrer Heimatregion ein Jahr lang als Badische Weinprinzessin vertreten und musste sich auf großen Weinveranstaltungen behaupten. Im Ratskeller München stellte sie sieben erlesene Tropfen aus Baden mit den dazu passenden Schokoladen vor. Es waren dies allerdings keine „gewöhnlichen“ Schokoladen, sondern mit besonderen Gewürzen veredelte, handgeschöpfte Spezialitäten, die mit den Weinen eine einzigartige Liaison eingingen. Christine Beisch verstand es, Gemeinsamkeiten in Geschichte, Geruchs- und Geschmacksvielfalt der beiden „Partner“ dieser ungewöhnlichen Degustation so herauszustellen, dass ihre Präsentation zu einem Erlebnis für die Verkoster wurde. Gerne beantwortete sie auch meine Fragen.

Sie waren von Juli 2003 bis Juli 2004 Badische Weinprinzessin, studieren zurzeit Weinbau/Oenologie an der Fachhochschule in Geisenheim und wollen Ihr Studium 2007 mit dem Diplom abschließen. Entstammen Sie eigentlich einem Weinbaubetrieb und wurde es Ihnen quasi schon „in der Wiege gesungen“, dass Sie einmal Weinprinzessin werden sollten?
Meine Eltern selbst haben keinen eigenen Weinbaubetrieb, jedoch ist der Weinbau in der Familie, unter anderem von Großeltern-Seite, seit Generationen verwurzelt; so betreiben zum Beispiel weitere Verwandte Wein-und Obstbau. Ich bin also mit der Arbeit im Weinberg und dem Wein als einem Stück unserer Kultur groß geworden.

Ich habe Sie bereits zweimal als kompetente Moderatorin einer Weinprobe und Leiterin eines Weinseminars im Ratskeller München erlebt und war erstaunt über Ihre Routine. Halten Sie öfters Seminare oder Vorträge?
Ja, ich halte das Jahr über verschiedene Seminare, Vorträge und Weinproben; dabei bin ich sowohl in der Heimat, also in Meersburg und Hagnau, als auch generell in Deutschland unterwegs. In München war ich bislang zweimal im Jahr anlässlich der Frühjahrs- und Herbstmesse des Weinhauses Bichlmayer. Aufgrund der sehr herzlichen Zusammenarbeit könnte das in Zukunft auch häufiger werden.
Was macht Ihnen besonders Spaß an Ihrer Ausbildung und Ihrem zukünftigen Beruf?
Für mich ist Wein, wie bereits erwähnt, ein Stück Kultur, Heimat und ein wertvoller Schatz, den es nicht nur zu bewahren gilt, sondern der auch zur Schau gestellt werden darf, was ich durch die Präsentation der „guten Tröpfle“ versuche zu tun, um die Begeisterung und Leidenschaft für guten Wein, wie ich sie habe, an andere weiterzugeben oder sie zu wecken. Meine Ausbildung und hoffentlich mein zukünftiger Arbeitsplatz bieten mir die Gelegenheit, in dem spannenden Bereich der Weinbereitung, das jedes Jahr neue Herausforderungen bereithält, arbeiten zu können “ Langeweile ist quasi ausgeschlossen…

Bei dieser Begeisterung waren Sie bestimmt eine besonders gute Weinprinzessin. Doch nun zu unserem Ausgangspunkt: Was reizte Sie am Thema Wein & Schokolade?
Wenn ich ehrlich sein soll, zunächst nichts. Doch während meiner Zeit als „Weinhoheit“ wurde ich dazu „verpflichtet“, zusammen mit meiner Tante, einer Konditorin und Patissiere, eine Weinprobe zu diesem Thema abzuhalten. Aber wenn man sich erst mal in die Materie eingearbeitet hat, lässt es auch erklärte „Non-Schokoholics“ nicht mehr los “ es ist einfach eine total spannende Kombination und die Gemeinsamkeiten von Wein und Schokolade sind so zahlreich, dass man schon allein deswegen ins Schwärmen kommen kann.

Da kann ich Ihnen nur Recht geben! Ich freue mich schon auf Ihr nächstes Seminar und danke Ihnen herzlich für dieses Gespräch!

Das Interview führte Isolde Bräckle.©