Martina Schmidt: „Der persönliche Kontakt zum Gast – das ist mir in meinem Beruf wichtig!“


In München geboren, kam Martina Schmidt im Alter von 12 Jahren nach Rottach-Egern an den Tegernsee. Im Anschluss an das Abitur im berühmten Gymnasium Tegernsee studierte sie einige Semester Betriebswirtschaft. Danach bestimmten mehr oder weniger Zufälle ihr weiteres Berufsleben. Heutzutage verantwortet Martina Schmidt als Clubdirektorin die Bereiche Hotel, Tagungen im Der Margarethenhof in Waakirchen-Marienstein am Tegernsee, eine Clubanlage der Deutsche Bank AG. Zudem betreut sie die Golfmitglieder sowie die etwa 12-köpfige Mitarbeitermannschaft.

Das Wort Gast-Freundlichkeit nimmt die 41-jährige Hoteldirektorin wörtlich, ein erster Eindruck, der sich während des Interviews zunehmend bestätigt. Martina Schmidt überzeugt durch ihre wie selbstverständlich erscheinende Herzlichkeit. Mit ihrem fröhlichen Naturell und reger Aufgeschlossenheit sorgt sie zusammen mit ihren Margarethenhof-Mitarbeitern für das Wohlbefinden der Golfer, Privat- und Business-Gäste und Wanderer “ so wie man es sich im Idealfall immer wünscht!

Ihre überzeugte Heimatverbundenheit (Originalton: „Ich bin ein Kind vom Tegernseer Tal“) macht sie besonders liebenswürdig. „Im Gespräch“ gibt die heute 41-Jährige bereitwillig Auskunft über ihren beruflichen Werdegang.

Was hat Sie dazu gebracht, Ihren derzeitigen Beruf zu wählen?
Während der Semesterferien habe ich im Betrieb meiner Mutter, einem mittelständischen Hotel am Arlberg, als Aushilfe gearbeitet. Da merkte ich so richtig: das ist der Beruf für mich! Ich kehrte Mitte der 80er Jahre an den Tegernsee zurück und machte im Hotel Bayern “ wegen Anrechnung meines Abiturs “ eine von drei auf zwei Jahre verkürzte Lehre als Hotelkauffrau. Danach wollte ich eigentlich in der Schweiz weitere berufliche Erfahrungen sammeln. Doch es ergab sich, dass ich für einige Jahre erneut im Hotelbetrieb meiner Mutter arbeitete, diesmal in leitender Funktion. 1996 führte es mich abermals an den Tegernsee. Hier erhielt wiederum per Zufall Kontakt zum Margarethenhof und fing zunächst am Empfang an. Seit 2003 bin ich nun als Hoteldirektorin des Golfhotels und der Golf-Mitgliederbetreuung tätig.

Wie sieht bei Ihnen ein ganz normaler Arbeitstag aus?
Da kommen oftmals zehn bis 12 Stunden heraus. Mein Arbeitspensum reicht von Telefonaten, aktivem Verkauf von Tagungen, Banketten, Veranstaltungen, Mitgliedschaften, persönlicher Betreuung der Tagungs-Referenten, der Stammgäste, der Veranstaltungsleiter, Mitglieder, Startzeitenvergabe für die Golfer, gelegentlichen Arbeiten an der Rezeption bis hin zu den ganzen Verwaltungstätigkeiten. Der persönliche Kontakt zum Gast “ das ist mir in meinem Beruf besonders wichtig! Jeder Besucher “ vom Tagungsleiter bis hin zum durstigen Kaffeegast – soll sich entsprechend seiner Erwartungen bei uns wohlfühlen. Auch der Wanderer, der nur nach dem Weg fragt, auch der wird bei uns herzlich behandelt “ wer weiß, vielleicht kommt es ja als Gast wieder zurück.

Herzlichkeit und Freundlichkeit “ das fällt in Ihrem Haus richtig auf …
Ja, beides gilt im Margarethenhof als oberstes Gesetz. Für viele unserer Mitglieder ist der Margarethenhof eine Art zu Hause oder mehr noch, die Gäste finden hier immer Ansprechpartner, die sich Zeitnehmen fürs Zuhören und für Gespräche. Es gibt bei uns kein „Nein“, wir versuchen, ihm alle Wünsche zu erfüllen, so dass sich der Gast wie in einem kleinen Paradies fühlen kann, oder sagen wir mal, noch etwas besser als in den eigenen vier Wänden. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter tragen Namensschilder, man kann sie also jederzeit direkt ansprechen.

Im Jahr 2005 wurde hier eine kleine, aber feine Wellnessanlage zusätzlich gebaut, wird es weitere Neuerungen geben?
Ja. Wir sind offen für alle Vorschläge unserer Golfclub-Mitglieder und Hotelgäste.

Gibt es Aufgaben, die Sie nicht so gerne machen?
Nein, mit Ausnahme von langweiligen Arbeiten in meinem Haushalt zu Hause.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Ab und zu spiele ich Golf, das heißt ich bin dabei es zu lernen. Sehr oft lese ich oder male. Aber ich koche auch gerne und gehe auch ebenso gerne essen.

Wollten Sie schon mal Ihren Beruf wechseln?
Nein, niemals.

Was raten Sie jungen Frauen, die vor der Berufswahl stehen?
Das zu tun, was ihnen ihr „Bauch“ sagt!

Nach welcher Philosophie gestalten Sie Ihr Leben?
Ich lache gerne, bin fröhlich und freue mich, wenn ich mit meiner Art Menschen glücklich und zufrieden machen kann.

Was denken Sie über das Alter?
Es gibt kein Alter – man ist so alt, wie man sich fühlt.

Sie arbeiten hier in so einer wunderschönen Gegend “ brauchen Sie eigentlich noch Urlaub?
Ich sehe das total schmerzfrei. Ich fahre gelegentlich im Winter für einige Tage nach Italien. Aber sonst? Ich sehe manchmal ins Tegernseer Tal und denke innerlich: Was hat mir der hier liebe Gott für ein schönes Fleckerl Erde beschert!

Das Interview führte Brigitte Karch©

Weitere Informationen:
www.margarethenhof.com und www.dagusta.de

(Die Links wurden am 25.08.2007 getestet.)