Leonie Swann: Gray

München. – Dass Katzen ermitteln, ist allseits bekannt. Aber dass die kleinen grauen Zellen eines Graupapageis einen Mörder zur Strecke bringen können, ist neu.

Der kluge Vogel unterstützt nach besten Kräften mit entscheidenden Hinweisen wie „Nimm ’ne Nuss“, „total zermatscht“ oder „Keks!“ und „Psychologische Probleme“ die kriminalistischen Bemühungen von Dr. Augustus Huff. Dieser ist ein liebenswerter Neurotiker, der seine Hände waschen und waschen und waschen muss, zwanghaft seinen Schreibtisch aufräumt und leicht errötet in Gegenwart schöner Frauen.

Leser gewinnen beide – Gray und Professor Huff – auf Anhieb lieb. Der Professor lehrt an der Universität von Cambridge und fühlt sich berufen, den rätselhaften Todessprung seines Studenten Elliot Fairbanks von den berühmten efeuumschlungenen Türmchen und Zinnen der altehrwürdigen Bildungsstätte aufzuklären (die mit Namen wie Isaac Newton und Stephen Hawking glänzen darf!).

Beide Helden geraten in bizarre Situationen. Glücklicherweise wird Gray bloß ein Schwanzfederchen geknickt und Huff, der aus Zuneigung zu Gray in der Badewanne übernachtet, erleidet ein paar Schürfwunden, als er …
nein, mehr wird nicht verraten. Außer: Gray ist ein Fan von Lady Gaga und ihrem Song „Bad Romance“.

Brikada-Empfehlung: Auf nach Cambridge!

Über die Autorin: Leonie Swann (wann kommt der Schwanenkrimi?) hat bereits zwei Welt-Bestseller geschrieben, bei denen Schafe entscheidend zur Aufklärung von Verbrechen beitragen. Sie wurde in der Nähe von München geboren und hat Philosophie, Psychologie und Englische Literaturwissenschaft in München und Berlin studiert. Sie lebt heute „umzingelt von Efeu und Blauregen“ in England und Berlin.
Autorin: Doris Losch

Leonie Swann: Gray, gebunden mit Schutzumschlag, 416 Seiten incl. Daumenkino, 20,00 € , ISBN 978 3 442 31443 0, erschienen im Goldmann Verlag, München.

Weitere Informationen:
www.randomhouse.de/Verlag/Goldmann/4000.rhd