Stiftung Warentest: Medikamente im Test

Berlin. – Die Vorgehensweise des anonymen Kaufs im Handel und der verdeckten Inanspruchnahme von Dienstleistungen, das Testen nach wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten und die Bewertung auf der Grundlage von objektivierten Untersuchungsergebnissen – all dieses hat sich erneut bewährt im soeben erschienenen „Medikamente im Test“.

9000 Arzneimittel wurden geprüft und bewertet, aufgeteilt in rezeptfreie und rezeptpflichtige Produkte. Es ist so gut wie nichts ausgelassen. Von Lippenherpes bis Grüner Star, von Mittelohrentzündung bis Schnupfen, von Leberentzündung bis zu Wechseljahresbeschwerden, von Bluthochdruck und erhöhten Blutfetten bis Demenz, Schlafstörungen Unruhigen Beinen, bis zu Krankheiten des Bewegungssystems, Allergien, Schmerzen, Fieber, Entzündungen, Infektionen, Alkohol- und Nikotinabhängigkeit, Übergewicht …

Alle Medikamente sind namentlich aufgeführt und werden als „geeignet“, „auch geeignet“, „mit Einschränkung geeignet und „wenig geeignet“ beurteilt. Berücksichtigt sind außerdem die Wirkungen auf die verschiedenen Altersklassen wie Kinder/Jugendliche unter 18 Jahren, Schwangere und Stillende, ältere Menschen ab 60.

Interessant: überraschend viele rezeptfreie Medikamente taugen nichts.

Brikada-Empfehlung: Absolut empfehlenswert. Vor dem nächsten Arztbesuch die verschriebenen Medikamente nachschlagen, am besten kopieren und mit Frau/Herrn Dr. besprechen.

Risiken und Nebenwirkungen: Patienten werden aufgeklärter! Und vielleicht geht sogar manchem ein Licht auf.
Autorin: Doris Losch

Stiftung Warentest: Medikamente im Test, Buch, 768 Seiten, Euro 29.90, 2017 erschienen bei Stiftung Warentest, Berlin.

Weitere Informationen:
www.test.de