Annemieke Hendriks: Tomaten

Berlin. – Gibt es etwas Harmloseres als Tomaten? Prall, rot und aromatisch, voller Vitamine und unentbehrlich für mediterrane Gerichte. Und was wäre ein Langstreckenflug ohne ein paar Gläschen Tomatensaft.

Die niederländische Journalistin und Buchautorin Annemieke Hendriks hat wie wohl noch niemand zuvor die „bizarre Welt des Frischgemüses“ untersucht, das Geschäft mit dem Saatgut und die Rolle des Europäischen Patentamts und die brisanten Auswirkungen auf Klima und Umwelt.

Tatsächlich war sie sieben Jahre lang in Europa von den Niederlanden bis Siebenbürgen, vom Fränkischen Knoblauchsland bis ins Burgenland und in Südeuropas Tomatenplantagen unterwegs, um den Weg der Tomate vom Samen bis zum Supermarkt aufzuzeichnen. Sie schreibt über den Untergang des regionalen Gartenbaus und über den „Wahnsinn des europäischen Marktes“ (austauschbare Tomaten kreuzen sich auf dem Kontinent). Ein paar „Appetithappen“ unter der Überschrift Marktforschung: Transport und Temperatur, Preise, Geschmack, Geschummel.

Über die Autorin: Annemieke Hendriks schreibt Reportagen, Interviews und Analysen zu Themen aus Kultur und Gesellschaft für niederländische, belgische und deutsche Medien. Sie lebt und arbeitet in Berlin und Amsterdam.

Brikada-Empfehlung: Man braucht schon etwas Ausdauer, um sich durch das Buch zu lesen, aber es lohnt sich. Darauf eine Bloody Mary.
Autorin: Doris Losch

Annemieke Hendriks: Tomaten – Die wahre Identität unseres Frischgemüses, Paperback, 288 Seiten, 65 Abbildungen, Euro 18.00, ISBN 978 3 89809 139 8, erschienen im be.bra verlag, Berlin.

Weitere Informationen:
www.bebraverlag.de